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Archiv der Kategorie ‘Stadt Luzern‘
Freitag, den 17. Mai 2013, von Sekretariat Grüne Luzern
Als Anwohner des Sternmattquartiers, kann ich nicht verstehen, dass in der „Neustadt“ in Zukunft Hochhäuser stehen sollen. Die Sicht über diesen Teil der Stadt zeigt mir, dass bis heute eine einigermassen intakte Stadtsilhouette besteht. Höchstens Kirchtürme ragen darüber hinaus. Diese in den letzten einhundert Jahren sorgfältig erbauten Quartiere weisen einen hohen Grad an Verdichtung und Einheitlichkeit auf. Da wirken sogenannte „neue Akzente“, sprich Hochhäuser, geradezu zerstörerisch auf das auch historisch gewachsene Neustadtbild.
Als „Grüner“ habe ich grosse Bedenken gegen den Bau von Hochhäusern im bereits dicht besiedelten Raum. Da erwachsen neue Verkehrsprobleme. Im Fall des Steghofhochhauses kann mit der Anbindung an eine eventuelle S-Bahnstation, wie in die BZO verlangt, kaum verhindert werden, dass der Autoverkehr zunimmt. In der Innenstadt sind die Strassen für Busse und Autos schon heute zu Stosszeiten verstopft.
Klar ist, dass wir bezahlbaren Wohnraum benötigen, den die Bevölkerung mit der Annahme der Industriestrasseninitiative und jener „Für zahlbaren Wohnraum“ eindeutig fordert. Aber gerade Hochhäuser werden dazu keinen Beitrag leisten können. Die Erstellungskosten sind so hoch, dass hier kein gemeinnütziger Wohnraum entstehen kann. Dazu ist zu hinterfragen, ob das Wachstum, gerade in einem bereits dicht besiedelten Teil der Stadt, noch stärker gepuscht werden muss. Für mich ist die Antwort eindeutig: Nein!
Machen wir nicht mit, in dem unsäglichen Konkurrenzkampf der Städte, um markante, über alle übrigen Häuser herausragende unschöne „Akzente“.
Den Standort Seeburg lehne ich ab, weil die empfindliche Uferlandschaft zu sehr beeinträchtigt wird. Die Höhe und das Volumen des Hochhauses sind zu gross.
Aus meinen Überlegungen hinaus werde ich sowohl die BZO, wie auch die beiden Hochhausstandorte Steghof und Seeburg ablehnen. Bei einem Nein zur BZO müssen wir nicht von vorne beginnen, sondern es kann eine neue Vorlage ausgearbeitet werden auf der Grundlage der wenig umstrittenen Teile der vorliegenden Botschaft.
Jürg Aebi-Mattmann
Weitere Beiträge zu diesem Thema:
- Leserbrief von Marco Müller
Kategorie Leserbriefe, Stadt Luzern | 1 Kommentar »
Mittwoch, den 8. Mai 2013, von Marco Müller
Antwort auf Leserbrief „Überzeugung beerdigt“ von Margrit David, Luzern (6.5.13)
In ihrem Lesebrief vom 6. Mai 2013 äussert sich Margrit David zur Parolenfassung der Grünen zu den drei BZO-Vorlagen.
Aus Sicht der Grünen sind sowohl die BZO, als auch die beiden Hochhausstandorte Seeburg und Steghof der Konsens eines breit abgestützten Prozesses, der positive Veränderungen mit sich bringt. Die Förderung des gemeinnützigen Wohnbaus, die Verdichtung nach Innen sowie der Schutz von Grünflächen seien als Beispiel genannt.
Die Beeinträchtigung des Landschaftsbildes in der Seeburg ist mit einem moderaten Hochhaus von 40 Metern sehr gering. Es übersteigt die Felssilouette im Hintergrund nicht, zudem ersetzt es einen bereits bestehenden, unschönen Bau. Auch die freie Zugänglichkeit der Parkanlage am See sowie die Renovation des Jesuitenhofs sind für die Grünen Argumente, welche sie positiv werten.
Der Hochhausstandort Steghof ist aus grüner Sicht sinnvoll, da er – auch mit der zukünftigen S-Bahn Station Steghof – mit dem ÖV bestens erschlossen ist und der Wohn- und Arbeitszone zugeordnet wird. Dass, wie durch Frau David erwähnt, bei einem möglichen Hochhaus Steghof nur teure Luxuswohungen entstehen, ist schlichtweg falsch.
Frau David wundert sich über das Demokratieverständnis der Grünen Parteileitung. Ich kann ihr aber versichern, dass die anwesenden Mitglieder an der besagten Versammlung intensiv diskutiert und sich kritisch mit der BZO auseinandergesetzt haben. Ob es dabei so falsch ist, sich aus erster Hand vom Leiter Stadtentwicklung über die Änderungen der BZO zu informieren? Und ob Parolen, die an einer öffentlichen Mitgliederversammlung gefasst wurden, undemokratisch sind, ebenso.
Marco Müller, Präsident Grüne Stadt Luzern
Weitere Artikel zum Thema:
- Leserbrief von Jürg Aebi-Mattmann
Kategorie Leserbriefe, Stadt Luzern | 1 Kommentar »
Montag, den 22. April 2013, von Sekretariat Grüne Luzern
Der 1. Mai hat in seiner über 100-jährigen Geschichte viele Gesichter gezeigt, doch seine Grundbestimmung ist geblieben. Dieser Tag bringt die Solidarität mit den sozial Benachteiligten zum Ausdruck, den Kampf für politische Rechte, gegen Unterdrückung und Ausgrenzung.
Für die Grünen steht der Einsatz für würdige Lebensbedingungen der Menschen im Zentrum. Weil wir nicht zusehen wollen, wie mit der gegenwärtigen rücksichtslosen Ausbeutung der Natur die Ressourcen, die unsere Welt bietet, zerstört werden, liegt hier unser Schwerpunkt: Für die langfristige Sicherung unserer natürlichen Lebensgrundlagen. Wie aber die Menschen heute leben, ob sie genug zum Leben haben, das interessiert uns auch. Ob sie als Flüchtlinge den Stempel „kriminell“ aufgedrückt bekommen, ob sie als Frauen noch immer häusliche Gewalt als selbstverständlich akzeptieren sollen, ob sie im Rentenalter von Armut bedroht sind, ob sie als Berufstätige von ihrem Lohn leben können, das lässt uns nicht kalt. Darum sind die Themen des 1. Mai – soziale Gerechtigkeit, politische Rechte, Solidarität mit den Unterdrückten – auch unsere Themen.
Die Grünen des Kantons Luzern haben diesen Frühling eine Initiative lanciert, die ein soziales Anliegen zum Inhalt hat. Wer ein so geringes Einkommen hat, das nicht für den Unterhalt der Familie ausreicht, soll Ergänzungsleistungen erhalten. Für diese Initiative gilt es jetzt einzustehen, Unterschriften zu sammeln, sie bekannt zu machen. Die 1. Mai-Demonstration und –Feier des Luzerner 1. Mai-Komitees ist eine hervorragende Gelegenheit dafür (Fest von 11 bis 23 Uhr, Demonstrationszug um 17 Uhr).
Darum macht mit: setzen wir uns mit einem auffälligen GRÜNEN BLOCK an der Luzerner 1. Mai-Demonstration für ERGÄNZUNGSLEISTUNGEN FÜR FAMILIEN ein.
(Ruth Bollinger, Vorstand Grüne Kanton Luzern)
Kategorie Allgemein, Kanton Luzern, Stadt Luzern | 0 Kommentar »
Donnerstag, den 7. März 2013, von Raffael Fischer
Nach Franz Weber im vergangenen Frühling ist es diesmal an Thomas Minder, eine unter seinem Namen beworbene, unterstützte oder bekämpfte Initiative erfolgreich ins Ziel gebracht zu haben. Erstaunlicherweise gelangen beide Siege mehr oder weniger gegen das gesamte politische und wirtschaftliche … Weiterlesen →
Kategorie Kanton Luzern, Stadt Luzern | 0 Kommentar »
Sonntag, den 13. Januar 2013, von Raffael Fischer
Seit Monaten warnen Plakate vor dem Kleingedruckten in der Minder-Initiative, die angeblich so gefährlich wäre für das Land. Die Hauptbotschaft der Gegner aus dem wirtschaftsliberalen Lager lautet immer, sie seien selbstverständlich auch gegen “Abzocker”, doch der Gegenvorschlag sei besser und … Weiterlesen →
Kategorie Kanton Luzern, Stadt Luzern | 0 Kommentar »
Freitag, den 23. November 2012, von Raffael Fischer
Unterschied zwischen meinem Geburtsjahr 1980 und heute: Damals sangen Schüler in der ganzen Welt, dass sie keine Erziehung bräuchten. Heute singen sie für eine Schule, konkret die Kanti Musegg. Worum geht’s? Das Gebäude der Kantonsschule Musegg Luzern gehört der Stadt … Weiterlesen →
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Mittwoch, den 14. November 2012, von Raffael Fischer
Bis im März kommt eine riesige Werbeoffensive auf uns zu. Bereits bereiten erste Plakate das Terrain vor, um die Minder-Initiative als Einführung des Kommunismus zu brandmarken. Ein Unternehmerkomitee “klärt auf”: Kleine Unternehmen wären durch die Initiative “gegen die Abzockerei” auch … Weiterlesen →
Kategorie Kanton Luzern, Stadt Luzern | 0 Kommentar »
Donnerstag, den 8. November 2012, von Raffael Fischer
«Four more years» für Barack Obama, zuletzt deutlicher als von den Medien herbeigeredet. Endlich ist der teuerste Wahlkampf der Geschichte vorbei. Ich möchte kurz auf den Wahlsieg von Obama eingehen und eine Verbindung zur Schweiz herstellen. Der 44. Präsident der … Weiterlesen →
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Samstag, den 22. September 2012, von Raffael Fischer
Die Initiative für den Schutz vor Passivrauch wird morgen abgelehnt. Es gelang ihr nie, aus der Defensive zu kommen, in die sie die Gegner mit riesigem Propagandaeinsatz stellten. Es war in den letzten Wochen feststellen, dass die Begriffe Zwängerei, Gesundheitsfanatismus … Weiterlesen →
Kategorie Kanton Luzern, Stadt Luzern | 1 Kommentar »
Dienstag, den 11. September 2012, von Raffael Fischer
Im August kleine Aufregung um die Bürgerrechtskommission der Stadt Luzern. Die SP stellte Valentina Smajli nicht mehr auf, FDP und SVP warfen dem anderen SP-Mitglied Simon Roth vor, Interna aus den Kommissionssitzungen seiner Partei zugetragen zu haben. Das Monopolblatt «Neue … Weiterlesen →
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