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Doris will nageln…

27. Juni 2012, von Raffael Fischer, » Website...

Doris Leuthard meint im Echo der Zeit zweimal, dass die Sache jetzt in einem Gesetz «genagelt» werde. Gemeint ist die zweite Röhre am Gotthard, die gebaut werden soll um die erste zu sanieren. Danach sollen beide in Betrieb bleiben ohne die Kapazität zu erhöhen. Ich glaube nicht recht daran, denn Gesetze lassen sich ändern. Wenn […]

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Eine Reaktion zu “Doris will nageln…”

  1. Felix von Wartburg

    Wie blauäugig muss man denn sein, um daran zu glauben, dass in zwei Tunnels mit vier Fahrspuren auf immer und ewig nur je eine Fahrspur für den Verkehr geöffnet sein wird? Eine der kommenden Generationen wird das korrigieren wollen. Was Bundesrätin Leuthard proklamiert ist pure Salami-Taktik. Wenn die Neat in Betrieb geht, werden wir vier Löcher durch den Gotthard haben und dazu noch die Passstrasse. Brauchen wir wirklich noch ein fünftes Loch? Wer am Gotthard-Strassentunnel in einen Stau gerät ist selber schuld. Es ist nicht die fehlende Kapazität der Strassen oder Tunnels, die dazu führen, sondern die fehlende Intelligenz der Strassenbenützer. Die Staus werden nicht durch Tunnels verursacht, sondern von Menschen, die partout in ihrer eigenen Blechkiste durch diese Tunnels von Nord nach Süd oder umgekehrt fahren wollen. Diese egoistische Mobilität ist das Problem. Es gibt heute unzählige Varianten, wie man Menschen oder Güter durch die Alpen transportieren kann, Verladen, Eisenbahn, Mietauto am Zielort, oder aber auch Verzicht auf einen Ausflug ins Tessin mit dem eigenen PW. Hinzu kommt, dass Milliarden-teure Tunnels von Privaten und Unternehmen kostenlos benutzt werden dürfen, ohne der Schweiz in irgend einer Form eine Entschädigung zu zahlen. Das ist zwar grosszügig, aber ein Volkswirtschaftlicher Unsinn. Wer ein SBB-Billet kauft, zahlt an die ganze Eisenbahn-Infrastruktur. Wer unsere Strassen und Tunnels benutzt, zahlt – wenn er Ausländer ist – gar nichts. Es ist so, wie wenn wir Lastwagen und ausländische Ferienreisende auf Sänften kostenlos über den Gotthard tragen würden.

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