Einheimischentarife: Was ist in dieser Agglo los?
8. Juni 2012, von Michael TöngiDie SVP will in der Krienser Badi höhere Preise, aber für Einheimische einen Rabatt. Was für eine Idee im Raum Luzern. Ich würde dann im Gegenzug in der Horwer Seebadi, im Luzerner Hallenbad oder im KKL höhere Preise als die dortigen “Einheimischen” bezahlen? Die Idee mag in einem Skigebiet noch durchgehen, wo Gemeindebewohner überdurchschnittliche Infrastukturkosten mitfinanzieren, aber in einer Agglo, wo hoffentlich jede Gemeinde das ihre für ein gutes und attraktives Angebot beisteuert, sind Einheimischentarife schlicht absurd.
Der Versuch der SVP, die Eintrittspreise für die Badi zu erhöhen und gleichzeitig aber die Krienser von dieser Erhöhung zu verschonen, ist ein ziemlich hilfloser Versuch, unsere Finanzprobleme zu lösen ohne dass eben die Einheimischen das berappen müssten. Das allerdings wird wohl nicht richtig klappen…irgendwie kommt einem das fast etwas griechisch vor.
PS: Manchmal bin ein Zu-Schnell-Leser. Ich entschuldige mich bei der SVP für einen Teil der Vorwürfe – nachdem ich gemerkt habe, dass auch die Stadt Luzern für das Hallenbad einen Einheimischentarif einführen will. Vor kurzem hielten wir noch gemeinsam die Fahne hoch und beschworen den gemeinsamen Lebensraum der Stadtregion und sechs Monate später will man in der Stadt Luzern Einheimischentarife einführen. Muss ich das jetzt als städtisches Schmollen auffassen oder wie soll ich das deuten?
Verwandte Beiträge:
- Wer wen wählt in Kriens
(Michael Töngi am 12. März 2012) - Auch der SVP können Volksabstimmungen nicht in den Kram passen
(Michael Töngi am 17. Oktober 2011) - Rettungsplan oder Bankrotterklärung?
(Michael Töngi am 15. April 2011) - Krienser Finanzpolitik: Zurück zur Vernunft
(Michael Töngi am 26. November 2010) - Grüne Kriens laden zum Brunch
(Sekretariat Grüne Luzern am 7. August 2009)


