Kantonsrat knausert bei 50’000.- an MAZ
22. März 2012, von Heidi RebsamenGestern zeigte der Kantonsrat, für wen sein Herz schlägt, nämlich für die Experten bei Lehrabschlussprüfungen und für die Verkehrssünder. Obwohl die bürgerliche Ratsmehrheit ein Ausgabenproblem in der Eintretensdebatte beklagte wurde dieses um 1.6 Mio. verschärft.
Da ging es bei meinem Antrag um die lächerlich kleine Summe von Fr. 50’000.-, welche dem Medienausbildungszentrum MAZ weiterhin gegeben werden soll. Für das Budget des MAZ sind diese 50’000.— essentiell. Es trifft sie hart, denn das MAZ finanziert sich zu über 80% von einer Branche, die in wirtschaftlichen Schwierigkeiten steckt. Mit der nun beschlossenen Streichung des Betrages drückt das Parlament seine Geringschätzung über die Institution MAZ aus. Immerhin gehört der Kanton Luzern zu den Stiftern. Der nationale und sogar internationale Ruf – praktisch gehen alle wichtigen Medienleute ein und aus – wird aberkannt.
Lieber locken wir mit den zur Zeit tiefsten Unternehmenssteuern neue darunter auch zwielichtige Unternehmen an, (wenn ich an die Trafigura denke) als dass wir zu integren Unternehmen Sorge tragen.
Mit der Ablehnung des Antrages nimmt die bürgerliche Mehrheit in Kauf, dass nun der Druck steigt, Alternativen zu Luzern zu prüfen. Laut Stadtrat Stefan Roth, der als einer der wenigen Bürgerlichen für den Antrag stimmte, buhlt die Stadt Zug heftig ums MAZ.
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Am 24. März 2012 um 11:36 Uhr
besonders peinlich ist, dass nun die städtische fdp das thema aufnimmt und den stadtrat bittet, gegen einen wegzug des maz anzukämpfen. das hätte die stadtluzerner fdp vielleicht auch gelegentlich vor der budgetdebatte ihren eigenen kantonsräten mitteilen können…