Bussen: Huch, da kommt Stimmung auf
9. Februar 2012, von Michael TöngiHeute in der Luzerner Zeitung, zum x-ten Mal die gleiche Debatte. Auf die Erhöhung des Bussenbudgets dürfen rundum die Autoverbände und Bürgerlichen bis hin zu den Grünliberalen ihr Entsetzen zum Ausdruck bringen – immerhin hat sich die CVP ausgenommen. Die ganze Folklore wurde wieder vorgeführt, das sei Fiskalpolitik, eine Erhöhung um 20 Prozent sei stossend, das Ganze diene gar nicht der Verkehrssicherheit etc etc. Das Entsetzen ist in diesem Bereich schnell einmal grenzenlos.
Komisch nur, Bussen gibts ja nur, wenn sich Leute nicht regelkonform verhalten. Weshalb dieser Aufschrei auf bürgerlicher Seite? Man stelle sich nur einmal vor, man würde in anderen Bereichen nicht regelkonformes Verhalten derart in Schutz nehmen. Dort ist doch auch dann auch egal, ob eine Strafe tatsächlich mehr Sicherheit schafft, ob sie verhältnismässig ist oder ob man auch mal ein Auge zudrücken könnte. Durchgreifen, Grenzen setzen, Rechtsstaat durchsetzen und ähnlich heissen dann die Parolen.
Verwandte Beiträge:
- Mitten im Orkan
(Raffael Fischer am 4. November 2011) - Vögte? Reden wir lieber über Inhalte.
(Michael Töngi am 23. September 2011) - Kanton verspart sich seine Zukunft
(Michael Töngi am 25. August 2011) - Urner Gewichte
(Raffael Fischer am 6. Januar 2011) - Krienser Budget: Keine Panik
(Michael Töngi am 19. Dezember 2010)


