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Empörender Entscheid

27. Dezember 2011, von Alain Greter

Die Neubau-Idee für die Zentral- und Hochschulbibliothek Luzern (ZHB) sei bestechend. Was, bitte schön, soll an dieser mehrmals geprüften und verworfenen Neubau-Idee jetzt plötzlich bestechend sein?

Das blinde Vertrauen, dass die Stadt das städtebauliche sehr wertvolle Ensemble am Vögeligärtli dem Kanton zuliebe opfert und die Bau- und Zonenordnung ändert? Der Vorwand zu verdichten, leider am falschen Ort? Der hinkende Vergleich mit dem ursprünglich am Kasernenplatz geplanten Universitäts-Neubau? Das fehlende historische Bewusstsein, einen repräsentativen Bauzeugen aus den fünfziger Jahren zu erhalten? Die Arroganz gegenüber den Mitarbeitenden sowie gegenüber den Benutzerinnen und Benutzern der ZHB, die nun Jahre lang mit einem Provisorium in einem schwer mitgenommenen Gebäude zurechtkommen müssen?

Der kurzfristig gefällte Entscheid für den Neubau ist ein kurzsichtiger und rein finanzpolitisch motivierter Entscheid und letztlich eine Folge übertriebener Steuersenkungen. Mit dieser nur noch geldgesteuerten Politik macht sich der Kantonsrat unglaubwürdig und wird zu einer Behörde, auf die kein Verlass ist. Als grüner Politiker, der sich immer wieder um eine ganzheitliche und nachhaltige Sicht bemüht, bin ich zugleich bekümmert und empört über diesen Entscheid.

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