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Veloerlebnisse in den Länderen – Mehr fürs Velo in Luzern!

15. Januar 2011, von Christian Hochstrasser

Am 14. Februar stimmen wir LuzernerInnen über die Volksinitiative “Mehr fürs Velo” ab. Der Anteil des Veloverkehrs soll mit konsequenten Massnahmen endlich verbessert werden. Die Initiative ist die Chance, das Velofahren in Luzern zu stärken und sicherer zu machen.

Bei einer samstäglichen Velofahrt durch Nid- und Obwalden konnte ich feststellen, dass eine solche Initiative auch unseren Nachbarkantonen ganz gut tun würde (wohl ist die Situation vielerorts ziemlich vergleichbar). Denn auch trotz dem als “Langsamverkehr” verunglimpften Velo ist man nach zwei bis drei Pedalumdrehungen nicht nur in einer anderen Gemeinde, sondern auch rasch in einem anderen Kanton.

Typische Einblicke in die heutige Strassenverkehrslogik findet man bei der Ortsdurchfahrt in Hergiswil. Jegliche Signalisierung oder Markierung, die ein sicheres Velofahren ermöglich würde, fehlt – ausser dem dezenten Hinweise, dass man sich auf einer nationalen Veloroute von “Veloland Schweiz” befinden würde.

Ortsdurchfahrt Hergiswil NW

Hingegen lässt sich feststellen, dass bei der Ortsausfahrt von Hergiswil (nach der Glasi) die blaue Velowegtafel aufgehoben wurde, die zu einem Benutzen der sehr mühsamen und selten benutzten Abzweigeeinfahrt (nach rechts und dann wieder nach links) verpflichtet hatte und hier nun zwei mögliche Abzweigevarianten zulässig sind (was nun eine Busse wegen Nichtbenutzens des Veloweges verhindert!). Auf diesen misslichen Umstand wurde übrigens in diesem Veloventil aufmerksam gemacht, offenbar erfolgreich, denn hier konnte nun mit wenig Aufwand eine Verbesserung erreicht werden.

Bei der Erreichung der Kantonsgrenze zu Obwalden verschwindet dann auch der Veloweg, der entlang des Loppers (auch auf der Notbrücke) vorhanden war. Auf der Weiterfahrt nach Alpnach – Sarnen – Giswil kommt er dann auch kaum mehr zum Vorschein. Es ist zu vermuten, dass sämtliche Velowegmarkierungen im Kanton Obwalden aus demselben kleinen gelben Farbkübel stammen, so selten und kurz sind die Markierungen.
Einzig auf der Strecke zwischen Sarnen und Giswil entlang des Sarnersees findet man Hinweise, dass in Obwalden Velowege und -streifen durchaus bekannt wären. Dieser Velostreifen endet dann aber wieder exemplarisch bei der Ortseinfahrt. (Bild aus der Richtung Giswil aufgenommen)

Veloanliegen einzubringen und Verbesserungen zu erzielen ist in unserer Region dringend nötig. Noch bestehen bei fast allen Routen, ob national, regional oder bei den Pendlerstrecken in der Agglo Lücken. Oftmals genau dort, wo es besonders gefährlich ist. Mit einem Erfolg bei der Abstimmung über die Initiative “Mehr fürs Velo” kann zumindest im Kanton Luzern ein Umdenken auf der Kantonsebene gelingen. Herzlichen Dank für die Unterstützung!
http://www.mehrfuersvelo.ch/

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