Städteinitiative: Erstaunliches Vorgehen des Gewerbeverbandes
27. August 2010, von Philipp FedererDer Gewerbeverband des Kantons Luzern fasste eine Parole zur Städteinitiative. Erstaunlich ist erstens, dass eine kantonale Organisation eine Parole für eine städtische Abstimmung fasst. Noch erstaunlicher war das Vorgehen.
- Die Einladung kündigte nicht von grossem Sachverstand. Aus der städtischen Vorlage wurde eine kantonale.
- Fragen an die Referenten wurden keine gestellt.
- Ein Podium fand entgegen der Einladungsankündigung nicht statt, obwohl die Referentin und der Referent anwesend waren.
- Eine Diskussion fand nicht statt.
- Der Vorstand verbreitete seine im Voraus gefasste einstimmige Empfehlung.
- Ruedy Scheidegger, der Zentralpräsident des Gewerbeverbandes, musste das schlechte Contra-Referat mit Seitenhieben aufpolieren. Er bezeichnete sich als „Früher Geborener“ gegenüber von mir. Dieses Ersatz-Sachargument hängte er mir an, als ob ich ein junger und unerfahrener Politiker sei. Letztmals erlebte ich dies vor 27 Jahren zur Zivildienstvorlage.
- Ruedy Scheidegger behauptete Kraft seines Alters, die Grünen hätten den letter of understanding unterschrieben und wir sollten dementsprechend jetzt das Aggloprogramm mit Bypass unterstützen. Dies war eine klare Zwecklüge. Am nächsten Morgen sandte ich ihm diesen letter elektronisch zu, ohne eine Antwort von ihm zu erhalten.
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