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Islamisierung – die Angstmacherei der SVP

1. Januar 2010, von Philipp Federer

Altes SVP-InseratDie Minarettinitiative ging verloren. Aus der Bauvorlage wurde eine Initiative gegen alles Muslimische. Das SVP-Plakat gab eigentlich schon die Stossrichtung vor, stopp Islamisierung, stopp Burkas – als ob das ein Problem sei. Die CVP entpuppte sich mit diesem Profilierungsversuch (Burkaverbot) sogar als thematisch hilfreich für die SVP. Was machten die Gegner der Minarettsverbotsinitiative? Sie sprachen sich für den religiösen Frieden aus, z. B. mit dem Slogan „Der Himmel ist gross genug für mehrere Religionen.“ Dies war ein schönes Plakat, doch damit war die dumpfe Propaganda der SVP alleine nicht zu kehren. Wir konterten so die gegnerischen Behauptungen nicht.

Das Gespenst der „Islamisierung“ wurde nicht zum ersten Mal verwendet. Schon 2004 operierte die SVP mit dieser Angst. Bei der erleichterten Einbürgerung schaltete die SVP-Parallelorganisation Schlüer unzählige Inserate mit „Muslime bald in der Mehrheit?“

Unter dem Stichwort Islamisierung sind mehrere Videos auf YouTube geschaltet. Sie wurden von teuren PR-Firmen gestaltet und haben ihren Ursprung im fundamentalistischen Bush-Christentum. Anhand von „Fertilisationsrechnungen“ wird die Islamisierung der westlichen Welt hochgerechnet – was SVP-Schlüer aus Flaach seit 2004 genau so verbreitet. Und abgesehen davon, Schlüer und die SVP waren schon damals am 26.9.04 erfolgreich.

Wie gehen sie vor und wie manipulieren sie?

  1. Wenige und isolierte Daten
  2. Einseitige Hochrechnung
  3. Ausblenden von mathematischen Gesetzen
  4. Ausblenden der übrigen Kategorien
  5. Stimmungsmache durch Unterorganisationen

1. Wenige und isolierte Daten

Die Rechten nehmen einzelne demografische Daten für ihre Verschwörungen. Sie werden nicht nominell aufgeführt, sondern prozentual, was die Menge verschleiert. Konkret wurden nur zwei Daten (Anteil der Muslime in der Schweiz) zu 1990 und 2000, nämlich 2,2% und 4,5% benutzt. Die zweite Zahl wurde erst noch aufgerundet von 4,26 auf 4,5, aber das spielt für die SVP sowieso keine Rolle. Aus dem Verhältnis dieser zwei Zahlen lässt sich fast alles behaupten. Und genau dies machte die SVP.

2. Einseitige Hochrechnungen

4,5% ist das Doppelte von 2,2%. Diese Verdoppelung in 10 Jahren postulieren sie ebenso für die Zukunft. Für das Jahr 2010 ergibt sich dann 9%, für 2020 18%, für 2030 36% und für das Jahr 2040 72%. So werden die Muslime zur zukünftigen Mehrheit und für einige zur Bedrohung stilisiert. Im Inserat wird behauptet „In zwanzig Jahren haben sie die Mehrheit. Dann gibt es mehr Muslime als Christen.“

3. Ausblenden von mathematischen Gesetzen

Für das Jahr 2050 ergäbe ihre Rechnungsweise 144% Muslime, was statistisch gesehen mehr als ein Blödsinn ist. Doch das wird verschwiegen. Merke: Jeder Statistiker weiss, Verdoppelungen auf kleinem Niveau sind schnell möglich, jedoch ab zweistelligen Prozentzahlen nicht mehr. Zum Manipulieren ist ihnen dies jedoch rechtens.

4. Ausblenden von anderen Kategorien

Die grösste reale Zunahme hatten nicht die Muslime, sondern Menschen ohne religiöse Zugehörigkeit. Diese Kategorie nahm in den letzten 20 Jahren um 568,2-Tausend zu. Die Muslime nahmen im gleichen Zeitraum nicht einmal halb soviel zu. Die Konfessionslosen sind die grössere Gruppe als die Muslime und sie wachsen zudem real stärker. Dieser Trend schliesst eine Entwicklung zur Muslimmehrheit klar aus. Doch durch die selektive Datenauswahl der SVP wird dies umgangen.

5. Stimmungsmache durch Unterorganisationen

Die Angstmacherei mit unseriösen Zahlen lagert die SVP aus. Das Schmuddelige überlassen sie dem SVP-Nationalrat Ulrich Schlüer. Seine Organisationen sind die Schweizerzeit, das Initiativkomitee gegen den Bau von  Minaretten, das überparteilichen Komitee gegen Masseneinbürgerungen und der SVP-Ableger PIKOM. Letzteres wird von dem homosexuellen SVP-Grossrat Fuchs präsidiert. Diese Strategie gaukelt eine unabhängige und volksnahe Stimme vor. Für die SVP hat es den weiteren Vorteil, dass sie für die Volksverhetzung nicht direkt haftbar gemacht werden kann.

Die folgenden Zahlen können unter dem folgenden Link beim Bundesamt für Statistik überprüft werden.

http://www.bfs.admin.ch/bfs/portal/de/index/themen/01/05/blank/key/religionen.html

Zahlen in Tausend

1980

1990

2000

Differenz

Christen

5968.5

6061.8

5776.6

-191.9

Muslime

56.6

152.2

310.8

+254.2

Andere Religionsgemeinschaften

30.1

46.8

75

+44.9

Keine Zugehörigkeit

241.6

510.9

809.8

+568.2

21 Reaktionen zu “Islamisierung – die Angstmacherei der SVP”

  1. Luise

    Es ist eine Verkennung der Realität der SVP Angstmacherei vorzuwerfen!! Die Schweizer sind in der Lage sich zu informieren,was sie auch taten.Die Bürger reagieren aus Erfahrungen des täglichen Lebens.Es ist Tatsache das der Islam eine Gefahr ist,mit dem Anspruch auf Weltherrschaft. 3 Phasen des Dijhad: 1.Muslime ordnen sich den Gesetzen des Gastlandes unter,(wir sagen gut intergriert)arbeiten aber daran ihre Zahl zu vergrössern.Nach Sure 2/265 Kein Zwang im Glauben.2.wenn Muslime eine einigermassen einflussreiche Minderheit sind.Vorbereitungen in jedem erdenklichen Bereich für die zukünftige Konfrontation mit dem Feind (nicht Muslime) Nach Sure 8/59 Und lasst die Ungläubigen nicht meinen ,dass sie Uns entgehen können unsw. 3.ist erreicht wenn Muslim eine Minderheit sind,die über Stärke,Einfluss und Macht verfügt.In dieser Phase ist jeder Muslim vepflichtet,aktiv gegen den Feind (nicht Muslime) zu kämpfen,das System zu umzustürzen und die islamische Herrschaft aufzurichten.Nach Sure 9/5 letzte Offenbarung an Mohamed in Bezug des Djihads. Tötet die Götzendiener,(nicht Muslime)wo immer ihr sie findet. Es gibt keine geografischen Grenzen. Quelle Islam und Terrorismus von einem ehemaligen Professor der Al-Azhar UNI Kairo.Suren nach einer Uebersetzung 1990 und von diesem Professor!
    Friedhoferde abtragen wie in Luzern geschehen,weil Muslime nicht in unreiner Erde liegen können,unsere Toten lagen darin,ist eine Dirkriminierung der Schweizer.Keine Kreuze im öffentlichen Raum,keine Weihnachtsfeiern in Schulen ist ein Verstoss gegen die Religionsfreiheit der Schweizer,um einige zu nennen.Dies akzeptiert das Schweizervolk nicht mehr! Worte eines ehemaligen Muslim:Wenn der Islam in der Schweiz mehr Raum gewinnt,wird dies verheerende Folgen haben!Leider wollen unsere Politiker dies nicht sehen!Minarett sind Sieges und Machtzeichen dieser Lehre,können daher bei uns nicht akzeptiert werden!
    Tip: was der Westen wissen muss Video ansehen (Internet) das ist von Muslimen und ehemaligen Muslimen!

  2. Philipp Federer

    1. Ist Luise ein Tarnnamen für b[.. gelöscht ..]? Das Email für ihren Kommentar wurde mit diesem Absender versandt.
    2. Auf die Angstmacherei mit den fünf statistischen Vergehen hat Luise/B[.. gelöscht ..] nicht geantwortet.
    3. Mohammed hat die Kaaba vom Götzendienst/ Baalskult gereinigt, so wie Jesus bei der Tempelreinigung. Damit machte er sich unbeliebt bei den Koraischiten (die reiche Oberschicht in Mekka). Sie warfen ihn aus Mekka raus. Dies sind bei Mohammed die Ungläubigen und nicht die Christen oder Juden. Ihnen schwor er Rache und später eroberte er Mekka zurück, also besiegte er diese Götzendiener.
    4. Bezüglich Koranübersetzungen benutzt die SVP einen Koran, der etwa der biblischen Uebersetzung der Buren in Südafrika gleicht. Die Buren haben das auserwählte Volk ersetzt durch ihren Namen. Damit haben sie ihren Rassismus gerechtfertigt. Die SVP fördert die Verbreitung von fundamentalistischen Uebersetzungen, was überhaupt nicht ruhmvoll ist, jedoch zu ihnen passt.

  3. Luise

    Ich habe die Uebersetzung aus dem Buch eines islamischen Professors,wie ich vermerkt habe.Nach diesem Professor wird heute noch nach dieser Sure gehandelt.250 Millionen verfogte Christen und anders Gläubige,gekreuzigte Christen im Sudan,wie ein Bischof im Okt.2009 berichtete,die Sklavere im Sudan,die Drohung Israel auszulöschen,sind Beweis genug,dass diese Suren heute noch angewendet werden.
    Mawdudi der Gründer der fundamentalistischen Bewegung Pakistan,von der ganzen islamischen Welt als Führer betrachtet,sagt:Der Islam ist ein revolutionäer Glaube der antritt,jede von Menschen geschaffene Staatsform zu zerstäören.Der Islam ist nicht darauf aus,dass eine Nation in einem besseren Zustand ist als eine andere.Der Islam schert sich nicht um das Land oder darum,wem das Land gehört.das Ziel des Islams ist es,über die gesamte Welt zu herrschen und die ganze Menschheit dem Glauben des Islams zu unterwerfen.Jede Nation oder Macht in dieser Welt,die versucht,diesem Ziel in den Weg zu treten,wird der Islam bekämpfen und vernichten. Quelle Isalm und Terrorismus Seite 106. Nicht von mir sondern vom erwähnten ehemaligen Professor.Wachen Sie auf!

  4. Philipp Federer

    Schön wie Luise/B[.. gelöscht ..] gerne Fundamentalisten zitiert. Diese sind ihr wichtiger als tolerante und aufgeschlossene Muslime. Wie jede Religion verbietet auch der Islam Terrorismus und Selbstmorde. „Ihr sollt kein Verderben bringen“, steht im Koran. Doch Luise/B[.. gelöscht ..] liebt die Fundamentalisten und negiert die SVP- Manipulationen.
    PS: Fundamentalisten gibt es schon. Doch die gibt es überall.

  5. Luise

    Selbstverständlich kommt der Terrorismus aus dem Isalam/Koran!Wenn Selbstmordattentäter sich in die Luft sprengen um andere in de Tod zu ziehen ist das Selbstmord!
    Allah hat von den Gläubigen (Muslimen) ihre Seelen und ihren Besitz abgekauft dafür,dass ihnen das Paradies gehört.Darum müssen sie für Allah kämpfen.So töten sie und werden getötet entsprechend einer Verheissung der Tora im Evangelium und im Koran.unsw. Sure 9/111 Siehe Kampfbefehle Allahs von Salam Falaki! ( Internet)
    Und kämpft wieder sie,bis es keine fitna (Unglaube und Vielgötterei d.h. Verehrung anderer Götter ausser Allah)mehr gibt und die Religion (Anbetung) allein Allah (auf der ganzen Welt gibt)gehört.Sure 8.39 The Noble Quran
    Wahrlich,der gerechte Lohn derer,welche Allah und Seinen gesandten bekämpfen und auf Erden Verderben stiften,ist es,dass viele von ihnen getötet oder gekruzigt oder dass ihnen Hände und Füsse wechselseitig abgeschlagen oder dass sie aus dem Land verband werden. Sure 5/33 Herr federer haben Sie den koran studiert? Es gibt ca 170 Aufforderungen Ungläubige zu töten! Ihr sollt kein Verderben bringen habe ich nichts gefunden!Welche Sure ist dies? Welche Uebersetzung/Koran benützt die SVP? Ich möchte dies überprüfen!
    Während der Gazaoffensive sagte ein hoher Hamasfunktionär alles für Allah,habs selbst in der Tagesschau gehört!
    Haben Sie das Video was der Westen wissen muss angeschaut?

  6. Luise

    Hinweis! Kardinal Vlk warnt Internet 6.1.2010 Auszug: Der Islam habe in der Vergangenheit militärisch nicht vermocht,sich Europas zu bemächtigen,so der Kardinal.Heute kämpfe er mit der geistlichen Waffe,und die Muslime seien perfekt bewaffnet,dass der Fall Eueopas drohe.Derzeit verbreite sich der Islam in Europa vor allem durch Zuwanderung und hohe Geburtenraten,sagte Vllk weiter.Das könne sich in Zukunft rasch ändern,wenn es zu einer Welle von Uebertritten zum Islam komme.

  7. Philipp Federer

    Wie viele Muslime von über einer Milliarde gehören der Hamas an? Die Hamas als Beispiel für die Muslime zu benutzen ist wie die römische Inquisition als Durchschnittschristen zu bezeichnen.

    Sure 2,11. …stiftet kein Verderben.
    Sure 19,34 … Jesus als Wort der Wahrheit.
    Das Wort der Wahrheit wird für Propheten benutzt. Jesus wird wie Moses als Prophet anerkannt und geschätzt, mindestens gemäss dem Koran.

  8. Luise

    Hamas und andere Muslime lernen denselben Koran.Hamas wird vom Iran unterstüzt,also eine grosse Zahl.Wenn man Massenaufrufe im Iran im TV. sieht, die nieder mit Israel rufen,gibts ein andres Bild.
    Sure 2.11. Und wenn ihnen gesagt wird:stiftet keine Unruhe auf Erden,antworten sie;wir sind nur Föderer des Friedens.
    Sure 2.12.Höret gewiss sind sie es,die Unruhe stiften;allein sie begreifen es nicht.
    Frage: was ist islamischer Friede?
    Sie haben meine Frage welche Uebersetzung die SVP benutzt nicht beantwortet,auch nicht ob Sie das Video was der Westen wissen muss gesehen haben.

  9. Samuel Kneubühler

    Jaja, Schlüers Rechnerei. Würde man dessen Steilkurve hochrechnen (sagen wir das Jahr 2050) kämen wir auf 9.6 Mio Moslem in der Schweiz (verglichen mit 2004 [Erstelldatum der Schlüer’schen „Statistik“] wären das 150%). Zudem wird die reale Bewohnbervölkerung der Schweiz für dieses Jahr wohl nicht 9.6 Mio betragen. Es geht aber noch weiter: Rechnen wir bis 2090 haben wir 153.6 Mio. Moslems in der Schweiz (verglichen mit 2004: 2200%!). Logik? Oder hat Herr Schlüer in der Schule (er ging aufs Gymnasium nota bene!) nicht aufgepasst?

  10. Martin Duss

    So ich frage euch Alle zusammen einmal. Jetzt gehen wir mal weg von den Zahlen, und versuchen uns mal ganz neutral zu stellen.

    In Somalia ist nach Angaben von Amnesty International ein 13-jähriges Mädchen gesteinigt worden. Ihr wurde außerehelicher Geschlechtsverkehr vorgeworfen. (nach Vergewaltigung laut Bericht)
    http://www.focus.de/panorama/welt/somalia-13-jaehrige-wegen-vergewaltigung-gesteinigt_aid_345227.html

    Wieso wollt Ihr als Grüne solche Religionen fördern? Es ist nicht die erste Pressemeldung dieser Art. Das wisst Ihr. Man bedenke die Dunkelziffer. Wieso stellt ihr euch immer hinter Islam, Moslem etc.? Religionsfreiheit soll in der Schweiz verankert sein, ja sicher das finde ich absolut auch. Aber ich will nicht, dass unser Land für solche Werte einsteht. Und sich auch noch in der Politik für Islamistische, Moslimische Werte wie oben genannt kämpft.Ach tut Ihr (Grune, Linke etc.) nicht? Doch indirekt. Ja die böse SVP, aber wenn Ihr euch mobilisieren wollt für Frauen Diskriminierung, Mord an Kinder wenn Pädophile am Werk gewesen sind, bitte. Ich wäre ja ein Mann, mir könnte es egal sein. Das Mädchen oder die Frau stirbt, nicht ich.

    Steht Ihr dazu auch mit eurem Namen wie Claus Hipp mit der Babynahrung???

    Und es soll niemand mit Argumenten wie, es ist eine kleine Anzahl solcher Vorfälle, oder die Religion verbietet das eigentlich, kommen.

  11. Philipp Federer

    Wer fördert wen? Somalia ist ein absurdes Beispiel, bezüglich Islam und Waffengeschenken von verschiedenen Ländern. Diese radikalisieren sowohl den Islam als auch die traurige und soziale Situation in diesem Land. Somalia und eine Steinigung als Beispiel für den Islam zu nehmen ist Stimmungsmache pur.

    Die SVP ist böse, wenn sie Tatsachen verdreht mit Muslimischer Mehrheit. Bitte die Tabelle studieren. Dann ist klar, dass Religionslose mehr zugenommen haben als Angehörige des Islams und eine muslimische Mehrheit unmöglich ist.

  12. Xaver Reichmuth

    Ist Luise ein Tarnnamen für b[.. gelöscht ..]?

    Das kann eigentlich nur der Admin dieser Web-Seite wissen. Nicht gerade ein vertrauenserweckender Schritt.

  13. Philipp Federer

    Als Blogschreiber kann ich sehen, woher die Kommentare kommen. Bei Luise ist der Absender eben be[.. gelöscht ..]… Da will jemand unter falschem Namen Nachrichten verbreiten, was die Seriosität nicht steigert.

  14. Roman Brusa

    Nein, lieber Philipp, da schiesst du mE weit übers Ziel hinaus. Erstens gibt es gute Gründe, solche Blogkommentare unter Pseudonym abzugeben, und zweitens, wenn sie wirklich fälschen wollte, würde sie das kaum mit der auf ihren Realnamen lautenden E-Mail-Adresse machen. Ich finde das Outing nicht korrekt und plädiere dafür, dass der Admin das löscht…

  15. Philipp Federer

    Welche Gründe gibt es für Pseudonamen?
    Es ist doch erstaunlich, dass Islamophobie und rechte Hetze unter falschen Namen geführt werden. Das muss doch aufgedeckt werden. Ich selber habe mich noch nie hinter einem Pseudonym versteckt!
    Dass ich den richtigen Namen veröffentlichte, muss nicht sein. Diesbezüglich verstehe ich deine Intervention. Darauf können wir verzichten. Ein anderes Ding ist aber, dass wir keine Plattform sein sollen für anonyme Agitatoren.

  16. Xaver Reichmuth

    Gründe ein Pseudonym zu benutzen gibt es viele, nicht zuletzt weil viele die Würde des Gegenübers nicht respektieren können und Grenzen überschreiten. Du bist selber nahe daran zu glauben, dass jedes Mittel „recht“ ist um Andersdenkende mundtot zu machen. „Luise“ hat ganz berechtigt nachgefragt auf welche Uebersetzung sich die SVP beruft, bezw. welche Uebersetzung nach Deiner Meinung die legitime ist. Ein Forum dient zum Meinungsaustauch und im Idealfall hilft mir das auch eine eigene Meinung zum Thema zu bilden. Ironischerweise stellst du den „Baalskult“ in Punkt 3 hin,als ob er keine Existenzberechtigung hätte. Keine Religionsfreiheit für die Anhänger von Baal ?

  17. Roman Brusa

    > Welche Gründe gibt es für Pseudonamen?

    Darüber könnte man Bücher schreiben, hier jetzt nur soviel: Wenn ich an einer Versammlung das Wort ergreife, hören das genau die dort Versammelten – ich sehe, mit wem ich mich auseinander setze. Wenn ich hier das Wort ergreife, können das nicht nur Schnüffler aller Art, sondern jedermann in alle Ewigkeit ohne Aufwand im Wortlaut nachschlagen – ich habe keinerlei Kontrolle, wer mir da wann einen Strick daraus drehen könnte. Da ich nicht weiss, wie die Welt in 5, 10 oder 20 Jahren aussieht, scheint es mir legitim, das als Privatperson vorsichtshalber nicht zu wollen.

    Wenn die Grünen keine Kommentare unter Pseudonym wollen, muss man das kenntlich machen und entsprechende Kommentare konsequent zurückweisen. Man darf sich dann aber auch nicht wundern, wenn sich „das Volk“ nicht auf eine Diskussion einlässt.

    Anonyme Agitation würde ich dadurch verhindern, dass Kommentare, die sich nicht konkret auf den Beitrag oder die folgende Diskussion beziehen, nicht veröffentlicht werden.

  18. Philipp Federer

    Zu Roman: dann darf ich auch keinen Blogkommentar mehr schreiben, weil jemand in 20 Jahren daraus einen Stick drehen könnte!?
    Herr Reichmuth unterschiebt mir schon, ich wolle Andersdenkende mundtot machen. Dabei plädiere ich ja nur, dass wir nicht versteckt schreiben, sondern mit dem richtigen Namen.
    Luise und Herr Reichmuth haben in der ganzen Debatte nie auf die Manipulation der Zahlen und die ideologische Verwendung geantwortet. Dies ist ja der Aufhänger des Blogartikels. Sie interessieren sich nur für Nebenschauplätze, Hamas, Uebersetzungen – die ich klar nennen könnte, aber nicht nenne, weil das nur eine Ablenkung ist – Baalskulte unterschiebt er mir, als ob ich sie ablehne. Den letzten Begriff nannte ich, weil ich auf eine Parallele hinwies zwischen Jesus und Mohammed. Wer daraus eine Ablehnung des Baalskultes durch mich konstruiert, hat den Duktus des Textes und den von mir eingebrachten Sachverhalt nicht verstanden. Dieses Beispiel brachte ich, damit klar wird, wer die Ungläubigen gemäss Mohammed sind. Dies sind nicht die Christen, sondern die reiche Oberschicht in Mekka, die die wirtschaftliche Macht (Wechselstuben, Opfertierhändler, Priesterkaste, Pilgerhändler) rund um den Baalskult beherrschten und ihn aus Mekka verjagten. Uebrigens könnte man Mohammed hier wirklich kritisieren, aber dann richtig. Nebst der berechtigten Herrschaftskritik blieb er nicht dabei, sondern wurde rigide. Auf religiöser Ebene entfernte er alle Götterstatuten. Darunter hatte es viele interessante weibliche Gegenbilder.

  19. Xaver Reichmuth

    1. Ja, es könnte Dir jemand auch nach 20 Jahren einen Strick daraus drehen. Nicht umsonst haben wir geheime Wahlen.

    2. Auf den ersten Beitrag durch „Luise“ hast Du gleich mit im ersten Satz jemand entblösst der es vorgezogen hätte „anonym“ zu sein. Hätte „Luise“ nur Unfug im Kopf gehabt, wäre es einfacher gewesen die unter Deinem Namen zu tun.

    3. Ich unterschiebe gar nichts. Dein Verhalten ist hier für jeden nachvollziehbar dokumentiert und wirft ein schlechtes Licht auf die GP. Es mag Dir egal sein, aber es gibt auch eine „Netiquette“ die mittlerweile allgemein akzeptiert.

    4. Ich habe keine Lust den Taschenrechner rauszunehmen um den Unsinn von linken und rechten Erbsenzählern zu überprüfen. Der gesunde Menschverstand überzeugt mich mehr.

    5. Ich interessiere mich keineswegs „nur“ für Nebenschauplätze. Dein Beitrag hatte für mich den gleichen Stellenwerte die derjenige von „Luise“. Du stellst eine Behauptung auf (Uebersetzung) und redest Dich damit raus nicht ablenken zu wollen. Für wie mündig hältst Du mich und andere Leser diese Forums eigenlich?

    6. Viele Parallelen sehe ich nicht zwischen Jesus und Mohammed. Ich habe mal die Uebersetzungen der Sure 9.5 (Vers des Schwertes) und finde den „gleichen“ Wortlaut auf Englisch, Französisch und Deutsch. Ich traue mir den „Duktus“ des Textes durchaus sinngemäss zu interpretieren. Man muss nur den ganzen Kontext kennen. Wer wie Du nichts anderes als Hörensagen verbreitet, dem fehlt es an intellektueller Redlichkeit.

  20. Philipp Federer

    Der betitelte Erbsenzähler sagt dem Diskussionsverweigerer von Zahlen und von der SVP-Hetze, so nicht! Gerade aus gesundem Menschenverstand! Zum Verständnis der SVP-Manipulation benötigen sie, Herr Reichmuth, keinen Taschenrechner, sondern Menschenverstand. Ein Taschenrechner sagt nicht, ob die Datenmenge zu klein und zu isoliert ist und ob mathematische Gesetze und die anderen Kategorien ausgeblendet werden. Auch bezüglich Übersetzungen geht es nicht um Französisch, Englisch, Deutsch, sondern wer die Übersetzung und in welchem Interesse er sie macht. Ich benutze die Reclamübersetzung. Und … nichts anderes als vom Hörensagen weise ich ausdrücklich zurück. Das ist rufschädigend und zeugt nicht von Argumentationsstärke. Als Theologe, lic. theol., u.a. mit Vorlesungen bei Professor Friedli zur Inkulturation und zur Philosophie der Religionen und Kulturen, stelle ich mich diesbezüglich gerne in direkter Konkurrenz zu ihnen.

  21. Waedi Wyss Zug

    Die Schweizer und Luzerner SVP kann mit Islam-Angstschüren weiter auf billigen Wählerfang gehen.
    – Aber wäre es nicht glaubwürdiger, wenn auch die SVP sich zuerst dafür einsetzt, endlich den Opfern der früheren Kindsmisshandlungen durch Priester Gerechtigkeit widerfahren zu lassen?

    Die klerikalen Kinderschänder konnten nämlich in den stockkatholischen Innenerschweizer Kantonen bei der Vertuschung ihrer pädosexuellen Verbrechen auf die aktive Vertuschung-Mithilfe von Lokalpolitikern und der Justiz zählen, wie der folgende Fall beweist:
    ____________________________________________________________

    Frühere sexuelle Kindsmissbräuche durch Priester im Kanton Zug:

    DIE KINDERSCHAENDER WURDEN ZU EHRENBUERGERN ERNANNT

    Wundert es Sie, dass die katholische Kirche bei der Bewältigung dieses skandalösen Kirchengeschichte-Kapitels den Schwerpunkt vornehmlich darauf legt, frühere Opfer von pädosexuellen Priestern zur eigenen Meldung aufzurufen? Für die Missbrauchsfälle bis 1970/80 müssen Sie sich aus zwei Gründen nicht wundern:

    Einerseits drückt die Kirche sich so von den peinlichen Recherchen in den eigenen Archiven. Andrerseits schützt sie damit in früher stramm katholisch-konservativen Gemeinden die politischen Behörden, die Justiz und die Lokalhistoriker. Sie alle hatten von den damaligen Missbrauchsvorfällen durchaus Kenntnis – trugen aber zu ihrer Nichtverfolgung und Vertuschung bei. Hier für die zahlreichen Fälle im Bistum Basel nur ein konkreter Beleg aus der Zuger Gemeinde Steinhausen, bei dem zu Vertuschungszwecken sogar eine Ehrenbürgerschaft (!) eingesetzt wurde:

    In der 23-seitigen Kurzchronik am Schluss meines 1986 erschienenen Buches „Steinhausen – die ungewöhnliche Geschichte einer Schweizer Gemeinde“ lautet der Eintrag zum Jahr 1968 lapidar: „Der Steinhauser Pfarrer Jakob Nussbaumer muss von seinem Amt zurücktreten und wird zusammen mit Gemeindeschreiber Armin Hofstetter zum Ehrenbürger ernannt.“

    Mehr als die Formulierung „muss von seinem Amt zurücktreten“ lag damals nicht drin, war aber ausreichend: Denn die über 30-jährigen Buchleser/innen kannten den Skandal noch aus eigener Erinnerung: 1968 hatten der „Blick“ und andere nationalen Medien die gravierenden pädosexuellen Übergriffe von Jakob Nussbaumer mit so klaren Beweisen aufgedeckt, dass der seit 1943 amtierende Dorfpfarrer zurücktreten musste.

    Zahlreiche Betroffene und ihre Eltern, die Dorfpolitiker, Polizei und Justiz wussten 1968 allerdings, dass Pfarrer Nussbaumer nicht ein Kurzschlussdelikt begangen hatte, sondern langjähriger Wiederholungstäter war. Sogar die eigenen Eltern und die Lehrschwestern der Primarschule warnten jeweils die Kinder und Ministranten, ja keine Einladung in Pfarrhaus „zur Nachhilfe“ anzunehmen, sondern mit irgendeiner „Notlüge“ unbedingt abzulehnen.

    Zur Machdemonstration in Gebieten wie Zug mit einem „klerikal-konservativen Komplex“ gehörte bei einem aufgeflogenen Priesterverbrechen sogar noch im Studenten-Rebellionsjahr 1968 dreierlei:

    * Erstens musste Pfarrer Nussbaumer zwar das Dorf verlassen und anderswo seelsorgerisch tätig sein.
    * Aber zweitens ernannte die Bürgergemeinde ihn eilends noch zum Ehrenbürger!
    * Und drittens musste das Schicksal von Pfarrer Nussbaumern („er leidet unter einer schrecklichen Krankheit“, wurde uns Kindern/Jugendlichen offiziell erklärt) eine Zeitlang noch im Schulgebet bedauert werden…

    Walter Wyss, Cham, Inhaber BannVerlag Zug

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