Friedliches Zusammenleben und Demokratie müssen alle lernen
26. Mai 2008, von Edith LanfranconiIn den Diskussionen um die Einbürgerungsinitiative wird viel davon gesprochen, was Einbürgerungswillige können und wissen müssen. Was wir von diesen Menschen verlangen, gilt aber für alle: Sprach- und Kommunikationsfähigkeit, um uns gegenseitig zuzuhören, uns klar auszudrücken und wirklich zu verstehen, Sozialkompetenz, um friedlich miteinander umzugehen und nicht zuletzt ein Verständnis für demokratische und rechtsstaatliche Spielregeln.
Das sind Dinge, die nicht jeder Schweizerin, jedem Schweizer in die Wiege gelegt werden. Sie müssen erlernt und eingeübt werden. Es ist deshalb viel sinnvoller, Energie und Geld in Unterstützungsmassnahmen für Eltern, in KiTas und Spielgruppen und in die Schule zu investieren, als Einbürgerungen zusätzlich zu erschweren.
Das jetzige System ermöglicht faire Einbürgerungen. Deshalb Nein zur Initiative!
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