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Anfrage über eine Wakeboard-Anlage in Ettiswil

4. Dezember 2018

Andreas Hofer und Mitunterzeichnende stellen in einer Anfrage eine Reihe von Fragen im Zusammenhang mit einer geplanten Wakeboard-Anlage in Ettiswil.

Laut Medienberichten soll in Ettiswil ein künstlicher See inklusive Liftanlagen und Campingplatz für Wakeboarder entstehen.

Ein ähnliches Projekt wurde bereits 2012 in Ruswil geplant, aber nicht realisiert. Der Regierungsrat schrieb damals in seiner Antwort auf die Anfrage A 224 (Anfrage über eine Wakeboard-Anlage in Ruswil): «Die Anlage ist [] nicht von übergeordneter wichtiger Bedeutung und hat nur einen geringen regionalen volkswirtschaftlichen Nutzen.» Im Weiteren schrieb der Regierungsrat: «Die Anlage ist nicht von übergeordneter kantonaler Bedeutung. Die Anlage überwiegt die wichtigen Interessen an der Sicherstellung der Fruchtfolgeflächen nicht.»

Laut der «Luzerner Zeitung» vom 16. Juli 2018 haben die Initianten zu einer Wakeboard-Anlage in Ettiswil Vorstudien angefertigt, und diese Studien lägen derzeit beim Kanton Luzern zur Vorprüfung.

Aus diesem Sachverhalt ergeben sich folgende Fragen:
  1. Wie ist der aktuelle Planungsstand der Wakeboard-Anlage in Ettiswil?
  2. Wie viel Kulturland würde für die gesamte Anlage (künstlicher See, Zuschauerbereich, Infrastruktur, Parkplätze, Zufahrtswege und Campingplatz) benötigt?
  3. Wie viele Parkplätze würden erstellt, und mit welchem Verkehrsaufkommen wäre zu rechnen?
  4. Mit welchen Lärmemissionen wäre durch den Betrieb der Anlage (Wakeboard-Anlage, Gastrobetrieb, Campingplatz und Verkehr) zu rechnen, und wie würde die Bevölkerung vor Lärmbelästigungen geschützt?
  5. Ist der Regierungsrat nach wie vor der Meinung, dass eine solche Wakeboard-Anlage es nicht rechtfertigt, dass dafür wertvolles Kulturland geopfert wird?
  6. Wie wird der künstliche See mit Wasser gespiesen, und wie viel Wasser wird dafür benötigt (erstmaliges Füllen des Sees und im Jahresverlauf Kompensation durch den Austausch von Schmutzwasser, versickern und verdunsten)?
  7. Wie wird das Schmutzwasser gereinigt beziehungsweise in den natürlichen Kreislauf zurückgeleitet?
  8. Was passiert mit der Anlage in einem trockenen Sommer/Herbst, wenn das Wasser knapp wird und sich Landwirtschaft und Private bezüglich des Wasserverbrauchs einschränken müssen?