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Anfrage über Waldmanagement für einen besseren Klimaschutz

30. Oktober 2018

Mit einer Anfrage bitten Monique Frey und Mitunterzeichnende den Regierungsrat um die Beantwortung verschiedener Fragen zur Entwicklung und zu Visionen, die der Kanton Luzern gegen die klimabedingten Herausforderungen ausarbeiten will oder bereits umsetzt.

Viele Wälder sind längst nicht mehr so widerstandsfähig wie sie angesichts der drohenden Auswirkungen des Klimawandels in Form von heftigen Stürmen oder Dürreperioden sein sollten. Damit ist nicht nur die Natur, sondern langfristig auch die nachhaltige Ressource Holz gefährdet. Der Wintersturm Burglind, der nach Lothar mit dem zweithöchsten Schadenpotenzial in die Geschichte eingehen wird und dem sehr heissen und trockenen Sommer 2018, stellt das Waldmanagement im Kantons Luzern vor neue Herausforderungen. Der Kanton hat mit dem Staatswald eine Vorbildfunktion für die kommunalen und privaten Wälder.

Wir bitten deshalb die Regierung um Antworten, die aufzeigen, welche Entwicklung oder Visionen des Kantons Luzern gegen die klimabedingten Herausforderungen ausarbeiten will oder bereits umsetzt.
  1. Welche wärme- und trockenheitsresistenten Baumarten werden oder sollen gefördert werden?
  2. Welche Anforderung an die Wildregulierung respektive an den Baumschutz ergeben sich aus der Förderung von wärme- und trockenheitsresistenten Baumarten?
  3. Wie werden die kommunalen und privaten Waldeigentümer über die Zielsetzungen in Bezug auf den Klimawandel informiert? Welche Möglichkeiten hat der Regierungsrat um Strategien für den Klimaschutz auch im Privatwald (über 70% des Waldgebietes im Kanton Luzern) umzusetzen, bzw. mit den Regionalen Waldorganisationen (RO) Abmachungen zu treffen und Vorschriften diesbezüglich zu erlassen? Welche Aktivitäten hat der Regierungsrat in diesem Themenkomplex bereits vorgenommen?
  4. Wie sieht das Konzept der Schädlingsregulierung (Borkenkäfer und andere) kurz- mittel- und langfristig aus? Welche Hilfestellung sieht die Regierung vor?
  5. Wie gedenkt der Regierungsrat die Holznutzung im Staatswald zu gestalten, um dem Thema Kohlenstoffspeicherung Rechnung zu tragen?
  6. Plant der Regierungsrat Aufforstungen, um gezielt den Wald als Kohlenstoffspeicher zu nutzen? Wo befinden sich zusätzliche mögliche Aufforstungsflächen? Welche Baumarten sind geeignet, um auch über der bisherigen, mit der Klimaerwärmung steigende Baumgrenze, Aufforstungen vornehmen zu können?
  7. Auch Feuchtgebiete, Moore sind grosse Kohlenstoffspeicher. Gibt es Möglichkeiten, diese Gebiete auszubauen? Gibt es Ideen, diese kombiniert mit Aufforstungen neu zu gestalten?