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Theaterneubau - ohne Einbezug der Öffentlichkeit geht es nicht

11. September 2018

Die von der Stadt Luzern in Auftrag gegebene Testplanung zeigt, dass unter Berücksichtigung der Bedürfnisse eines modernen 3-Sparten Betriebes mit fest engagiertem Ensemble auf dem Areal des Theaters ein Neubau oder eine Renovation mit Erweiterung möglich ist. Die Grünen stehen weiterhin hinter dem Projekt Neue Theaterinfrastruktur. Was es jetzt braucht, ist eine breite öffentliche Diskussion unter Einbezug der Kultur, der Politik, vor allem aber der Bevölkerung, zur Klärung der Frage, wie die Zukunft eines Theaters inhaltlich und baulich aussehen soll.

Mit der Testplanung hat die Stadt Luzern den Ball wieder ins Rollen gebracht. Da wo das alte Theater steht, ist auch ein neues, modernes möglich. Viel wichtiger als diese technische Aussage ist das Signal: Die Diskussion soll wieder in Gang kommen. Und diese offene Diskussion ist beim nun dritten Anlauf matchentscheidend. Die Bevölkerung muss analog des Slo-gans eines Grossverteilers der Überzeugung sein "S'Theater ghört de Lüüt".

Für die Grünen müsste aber vor dem Bau einer neuen Theaterinfrastruktur noch einmal die Frage debattiert werden, was für ein Theaterbetrieb darin stattfinden soll. Wünschen wir uns weiterhin ein festes Haus mit Mehrspartenbetrieb? Ist eine andere, durchlässigere Art der Bespielung denkbar oder gar wünschenswert? Wie kann oder soll die Freie Szene einbezogen werden? Und was ist aus der Idee des "Theater Werk Luzern (TWL)" geworden?


Grüne begrüssen, dass es mit Planung weiter geht
Und wenn die Bevölkerung ein neues Haus möchte, soll sie auch die Möglichkeit haben zu entscheiden, ob dieses an der Reuss, bei der Aufschütte, in Luzern Nord oder gar in der Nähe des neu entstehenden Kulturhotspots Südpol mit Hochschule Musik, Probehaus Luzerner Sinfonieorchester und dem bereits bestehendem Kulturhaus realisiert werden soll.

Grüne Kanton und Stadt Luzern begrüssen, dass es nun weiter geht und damit ein Luzerner Theater in Zukunft gesichert werden kann. Wenn die Bevölkerung mitgestalten kann, wird sie auch bei den notwendigen Volksabstimmungen ja sagen.