Artikel und Pressemitteilungen - Archiv 2018

Auf den Tisch statt in die Tonne

Archiv: 6. Januar 2018

Bild zu "Fertig Foodwaste"
Bild zu "Fertig Foodwaste" Gratis Essen für alle! Was für viele nach einer Wunschvorstellung klingt, wurde heute Samstag zumindest für kurze Zeit Realität. Verantwortlich dafür sind die Jungen Grünen. Unter dem Motto "Fertig Foodwaste" verteilten diese gratis Essen. Damit wurden diese Lebensmittel vor der Mülltonne gerettet.

Am Samstagmittag haben die Jungen Grünen Kanton Luzern auf dem Mühlenplatz gratis Essen an Passantinnen und Passanten verteilt. Im Angebot war wärmende Suppe und Brot. Die Zutaten dafür wären ansonsten im Abfall gelandet. Die Lebensmittel dafür erhielten die Jungen Grünen von der Schweizer Tafel. Obwohl ihr Haltbarkeitsdatum noch nicht überschritten war, konnten diese nicht mehr verkauft werden. Zusammen mit Phillip Kehrli, dem Koch des Jugendkulturhauses "Treibhaus", bereiteten die Jungen Grünen Suppe und ein Dessert zu. Zur Suppe wurde von der Bäckerei Heini das Brot vom Vortag beigesteuert, welches nicht verkauft werden konnte.

"Bei uns in der Schweiz werden jährlich über zwei Millionen Tonnen Lebensmittel weggeworfen. Das Problem daran ist, dass dadurch Land unnötig genutzt, Wasser verschmutzt und die Umwelt zusätzlich belastet wird", sagt Mauro Schmid, Organisator der Aktion. Ausserdem leiden laut den Vereinigten Nationen weltweit 815 Millionen Menschen Hunger.

Unter dem Titel "Fertig Foodwaste" hatte Irina Studhalter, Grossstadträtin der Jungen Grünen, im September einen Vorstoss eingereicht. Darin wollte sie vom Stadtrat wissen, welche Möglichkeiten er sich zur Eindämmung von Foodwaste in der Stadt Luzern vorstellen kann. In seiner Antwort auf die Interpellation sieht der Stadtrat Potential bei der Sensibilisierung der Bevölkerung. Zu diesem Ziel haben die Jungen Grünen mit ihrer Aktion einen Beitrag geleistet, indem sie die Passantinnen und Passanten zum Thema Foodwaste kreativ und effektiv informiert haben.

45 Prozent der Lebensmittelverschwendung in der Schweiz machen Privathaushalte aus, die Gastronomie oder der Detailhandel sind deutlich weniger ausschlaggebend. Daher mache es Sinn, bei der Bevölkerung die Verschwendung in den eigenen vier Wänden anzusprechen, meint Nico Che Eberli, Mitglied der Jungen Grünen. Ein grosser Teil der Problemlösung fange nicht bei den Gesetzen für die Industrie, sondern zuhause in der Küche an.

Diese Aktion wurde bereits im Sommer von den Jungen Grünen durchgeführt und fand bei den Menschen in Luzern grossen Anklang. So wurde klar, dass Foodwaste weiterhin ein wichtiges Thema darstellt und viele Luzernerinnen und Luzerner interessiert daran sind, etwas dagegen zu unternehmen.