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Vision Tourismus Luzern 2030

27. November 2017

Grüne MotionärInnen fordern den Stadtrat auf, einen Planungsbericht, eine "Vision Tourismus Luzern 2030" auszuarbeiten. Die Vision soll in Zusammenarbeit mit der Luzern Tourismus AG unter intensivem Einbezug der Bevölkerung und weiteren Akteuren formuliert werden.

Luzern ist erfreulicherweise ein beliebtes Reiseziel, das viele Gäste von nah und fern anzieht. Das ist nicht nur heute so, sondern wird sich in Zukunft noch verstärken. Das globale Wirtschaftswachstum und die Globalisierung führen dazu, dass die Tourismusnachfrage in den nächsten 10 Jahren stark zunehmen wird. Prognosen der Hochschule Luzern-Wirtschaft sprechen von einer Verdoppelung von Auslandreisen. Bei asiatischen Reisenden wird sogar eine Zunahme von 150 % prognostiziert. Auch Luzern wird in den nächsten Jahren mehr Besucherinnen und Besucher begrüssen dürfen.

Bereits heute weist Luzern für seine Grösse eine grosse Anzahl Gäste auf. Da sich die Gäste überwiegend im Bereich Grendel/Altstadt/Löwendenkmal bewegen, ist die touristische Intensität auf der rechten Seeseite stark ausgeprägt, währenddessen die Wahrnehmung in der Neustadt geringer ist. Der Tourismus, seine Auswirkungen und daraus folgend die Akzeptanz sind in der Stadtluzerner Bevölkerung ein grosses Thema. Die Stadt Luzern wird nicht umhinkommen, eine Steuerung des Tourismus zu diskutieren.

Die Motionärinnen und Motinäre fordern deshalb den Stadtrat auf, einen Planungsbericht, eine "Vision Tourismus Luzern 2030" auszuarbeiten. Die Vision soll in Zusammenarbeit mit der Luzern Tourismus AG unter intensivem Einbezug der Bevölkerung und weiteren Akteuren formuliert werden.

Im Rahmen der Erarbeitung des Berichts ist zu diskutieren, ob und allenfalls welche Maximalwerte (touristisch genutzte Wohnungen, Carparkplätze, Hotelkapazitäten) festgelegt werden sollen. Ebenso sind Möglichkeiten zu einer Steuerung über den Preis (zeitlich; saisonal, Tageszeit) und für eine räumliche Entflechtung (z.B. Entlastung der Konzentration am Schwanenplatz/Grendel) zu erwägen.

Parallel zur Erarbeitung des Planungsberichts sollen Kapazitäten und Anforderungen an die touristische Infrastruktur insbesondere auch für die Carparkierung, abgeleitet werden.

Korintha Bärtsch, Christian Hochstrasser und Christov Rolla namens der Grüne/Junge Grüne-Fraktion