Artikel und Pressemitteilungen - Archiv 2017

Ausgleich der Einsparungen bei den Kulturschaffenden durch Lotteriegelder

Archiv: 8. September 2017

Die Grünen fordern in einer dringlichen Motion die Übergangsfinanzierung der Kulturbeiträge durch den Lotteriefonds.

Breiteste Kreise weisen darauf hin, dass mit den vom Regierungsrat geplanten Einsparungen bei den Kulturschaffenden unzählige Künstler und Künstlerinnen von einem Tag auf den anderen nicht einmal mehr ein existenzsicherndes Einkommen haben. Sie haben ihre Projekte für das Jahr 2017 lange im Voraus geplant. Für sie machen die Beiträge des Kantons meist einen erheblichen Teil der Finanzierung aus.

Bei den in einem Zweckverband organisierten grossen Kulturbetrieben hat die Regierung und das Parlament glücklicherweise eingesehen, dass diese einen längeren Planungshorizont haben, als nur wenige Monate und deshalb als Überbrückung die im Budget geplanten Beitragskürzungen mit einer einmaligen Finanzierung aus den Swisslos-Zusatzerträgen ausgeglichen.

Dies muss auch für einzelne Kulturschaffende und unabhängige Gruppierungen möglich sein. In der Vergangenheit hat der Regierungsrat immer wieder erhebliche Summen für Standortmarketing aufgewendet. Erinnert sei an das berühmte 'Moskaureisli', den Olma-Auftritt, den Tourismus-Event 'Gästival' oder jungst die Universiade, welche ebenfalls in erster Linie dem Tourismus dienen soll. Diese Beiträge waren jeweils erheblich höher, als die 0,75 Mio. Fr., mit denen die Existenz von vielen Kulturschaffenden für das Jahr 2017 gesichert werden kann.

Die Meinung aber ist nicht, dass nun generell der gesetzliche verankerten Kulturförderung zukünftig einfach mit Lotteriegeldern nachgekommen werden soll, wie von Nachbarkantonen geplant, sondern dass dies eine einmalige Ausnahme bleiben soll, damit Kulturschaffende nicht ihre Existenzgrundlage verlieren.

Dringliche Motion Urban Frye