Grüne Vorstösse im Stadtparlament Luzern - Archiv 2017

Dringliches Postulat: Leitungssanierungen in der Bruchstrasse nutzen

Archiv: 28. April 2017

Nico van der Heiden und Luzia Vetterli namens der SP/JUSO-Fraktion, Judith Wyrsch und András Özvegyi namens der GLP-Fraktion sowie Korintha Bärtsch und Marco Müller namens der G/JG-Fraktion bitten den Stadtrat entsprechend, die geplanten Werkleitungssanierungen in der Bruchstrasse zum Anlass zu nehmen, die Oberflächengestaltung (inklusive zusätzliches Verkehrs- und Bodengrün) und das Verkehrsregime zu überprüfen und diese allenfalls anzupassen. Ebenso soll die Velo- und Fussverbindung durch die Bruchstrasse auch während der Baustellenzeit nutzbar sein.

Die ewl plant in der Bruchstrasse ab Juni 2017 Leitungssanierungen. Die Bruchstrasse dient heute vielfältigen Ansprüchen: Sie ist Quartierzentrum, Wohnstrasse, Arbeits- und Industriestrasse, Einkaufsmeile und nicht zuletzt eine der wichtigsten Veloachsen der Stadt Luzern. Ihr Potenzial entfaltet die Bruchstrasse heute jedoch nur teilweise: Die Strasse ist eng (in den Bereichen mit Gegenverkehr), wenig grün, jedoch mit relativ vielen oberirdischen Parkplätzen.

Mit Bedauern haben die Postulanten erfahren, dass die geplanten, umfassenden Werkleitungssanierungen nicht gleichzeitig zum Anlass genommen wurden, die Bruchstrasse einer umfassenden Analyse zu unterziehen und mögliche Massnahmen zur Aufwertung gleichzeitig kostengünstig umzusetzen.

Die Erfahrungen im Hirschmatt-Neustadtquartier haben gezeigt, wie fruchtbar die Synergien zwischen solchen Werkleitungs- und Oberflächenmassnahmen genutzt werden können: Die Aufenthaltsqualität konnte deutlich gesteigert werden und auch zahlreiche Verbesserungen für die Velofahrenden und für die Fussgängerinnen und Fussgänger konnten erzielt werden. Dank geschicktem Baustellenmanagement waren sämtliche wichtigen Verbindungen für Fussund Veloverkehr praktisch uneingeschränkt nutzbar.

Ganz im Gegensatz dazu soll in der Bruchstrasse die wichtige Veloachse während längerer Zeit (offenbar rund ein Jahr) unterbrochen werden. Dies ist besonders störend, da diese erst vor Kurzem zur "Velostrasse" markiert wurde (Vortritt für Velofahrende), was auf grossen Anklang stiess.

Oberflächenmassnahmen sind offenbar keine geplant (die Chance auf zusätzliches Verkehrs-/Bodengrün wird somit verpasst). Kein Wunder, dass sich auch aus dem Quartier entsprechend Widerstand regt und dass man sich eine ähnliche Umgestaltung wie im HirschmattNeustadtquartier wünscht.

Für die Postulantinnen und Postulanten ist klar, dass die Federführung inklusive Kommunikation bei solchen Projekten in dicht genutztem Gebiet (Einkaufen, Wohnen, Schule, Arbeiten, Läden usw.) bei der Stadt liegen sollte. Die ewl hat unseres Wissens bisher die geplante Grossbaustelle jedoch nicht aktiv kommuniziert.

Wir bitten den Stadtrat entsprechend, die geplanten Werkleitungssanierungen zum Anlass zu nehmen, die Oberflächengestaltung (inklusive zusätzliches Verkehrs- und Bodengrün) und das Verkehrsregime zu überprüfen und diese allenfalls anzupassen. Ebenso soll die Velo- und Fussverbindung durch die Bruchstrasse auch während der Baustellenzeit nutzbar sein.