Artikel und Pressemitteilungen - Archiv 2017

Grüne fordern weitere Demokratisierung des VLG

Archiv: 30. März 2017

Der Vorstand des Verbands Luzerner Gemeinden zieht eine intransparente Nachfolgereglung einem verbandsinternen demokratischen Prozess vor. Die Grünen erwarten die Lancierung eines offenen und transparenten Findungsprozesses, welcher sich für einen Verband mit dieser Bedeutung gehört.

In einem Schreiben des Vorstands an seine Mitglieder mit dem Titel "Demission Hans Peter Luternauer, Regelung Nachfolge" wird das Vorstandsmitglied Rolf Born alternativlos zur Wahl als Nachfolge des scheidenden Präsidenten an der GV 2017 vorgeschlagen. Gleichzeitig porträtiert der Vorstand mit dem Ettiswiler Gemeindepräsidenten Peter Obi einen Repräsentanten der Landschaft zum Nachrutschen in den Vorstand. Einzig in einem Nebensatz weist der Vorstand auf die Möglichkeit von weiteren Kandidaturen hin.

Der Vorstand des VLG verpasst damit einmal mehr, die für seine Aufgabe notwendige
demokratische Abstützung zu sichern. Eine solche Abstützung wäre einzig durch die Lancierung eines offenen und transparenten Findungsprozesses möglich.

Die Grünen stellen mit Besorgnis fest, dass der VLG-Vorstand es verpasst hat, ein offenes Auswahlverfahren durchzuführen oder zumindest die Auswahlkriterien offenzulegen. Die Kritik der Grünen zielt nicht auf die sich engagierenden Personen sondern auf die von den Grünen, sowie zahlreichen Lokalparlamenten angeregte innere Erneuerung des VLG, die offenbar nur langsam statt findet.

Der VLG ist als Verband im Kanton Luzern sehr bedeutend und ist deshalb angehalten
transparente interne Strukturen und Partizipationsmöglichkeiten nach demokratischen
Prinzipien zu fördern.

Die Grünen des Kantons fordern, dass der VLG offene und demokratische Prozesse für die eigene Organisation konsequent anwendet, wie sie für die Besetzung von Exekutive und Legislative selbstverständlich sind.