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Förderung der Hochstammobstbäume

Archiv: 19. Juni 2012

Monique Frey namens der gesamten Grünen-Fraktion sowie Oskar Mathis, Hasan Candan und Silvana Beeler Gehrer (alle SP) fordern den Regierungsrat in einem Postulat vom 19. Juni 2012 auf, die Hochstammobstbäume durch geeignete Massnahmen nachhaltig zu schützen und deren Bestand in den nächsten zehn Jahren um 20 Prozent zu erhöhen.

Obstgärten mit Hochstammobstbäumen sind wertvolle Gesamtökosysteme und Garanten für den Erhalt der Biodiversität. Doch die Hochstammobstbäume sind stark unter Druck, denn viele Bauern können sich die Zeit nicht mehr nehmen, Hochstammobstbaumgärten zu pflegen und deren Ertrag zu verwerten. Zudem sind die Preise für Obst so tief, dass die Arbeit kaum noch angemessen entlöhnt wird. Seit einigen Jahren ist zudem im Rahmen der Feuerbrand-Bekämpfungsmassnahmen ein erhöhter Druck für die Rodung von befallenen Hochstammobstbäumen festzustellen.

Evaluationen von Vernetzungsprojekten haben nun gezeigt, dass zwar neue Hochstammobstbäume gepflanzt werden, aber im gleichen Zeitraum gleichviele oder sogar mehr abgeholzt wurden. Aus diesem Grund hat sich zum Beispiel die Gemeinde Horw entschlossen, auf die Förderung von Hochstämmern im Rahmen der Vernetzungsprojekte zu verzichten. Da seit der Sparrunde des Kantons 2006 die Gemeinden für die Vernetzungsprojekte zuständig sind, wird keine einheitliche Strategie mehr verfolgt.

Der Kanton muss seine Verantwortung übernehmen und die Hochstämmer nachhaltig schützen. Er kann dies auf verschiedenen Wegen erreichen: über zusätzliche Unterstützung in den Vernetzungsprojekten, mit einer angepassten Feuerbrandstrategie, welche die erst nach vielen Jahren ihre stolze Grösse erlangenden Hochstammobstbäume schützt, oder auch über die Unterstützung von Projekten, welche Produkte von Hochstämmern vermarkten.