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Archiv: 19. Juni 2012

Motion von Andreas Kappeler, namens der SP/Grüne Fraktion

Wenn es zu laut, zu hektisch und zu gefährlich zugeht auf der Strasse, sorgten Behörden bisher mit strikter Trennung der Verkehrsteilnehmenden und zahlreichen Signalisierungen für Ordnung. Ein neues Konzept in der Verkehrsplanung erreicht mit dem Gegenteil bessere Ergebnisse. Gemeinsame Nutzung des Strassenraumes und der Verzicht auf Signalisierungen erhöhen die Verkehrssicherheit. Das neue Konzept mit dem Namen "Shared Space" (auf Deutsch etwa: "gemeinsam genutzter Raum") will die Verkehrsteilnehmenden nicht trennen, sondern gemeinsam die Strassen nutzen lassen. Automobilisten/innen, Velo- und Mopedfahrer/innen, Fussgänger/innen und die übrigen Verkehrsteilnehmenden nutzen denselben Raum auf der Strasse und müssen aufeinander Rücksicht nehmen. Kein Verkehrsteilnehmer/in hat a priori Vortritt nur weil er/sie z.B. ein Velo fährt.

Erste Ergebnisse aus Pilotprojekten zeigen, dass nach dem Konzept des "Shared Space" gestaltete Strassen und Kreuzungen den Effekt haben, dass die Fahrzeuge mit bedeutend tieferer Durchschnittsgeschwindigkeit unterwegs sind. Trotzdem sind Busse und Autos am Ende sogar schneller und kommen fliessender voran als im Stop-and-go-Verkehr. Auch sinkende Unfallzahlen sprechen für das Konzept. In Holland wurden mittlerweilen über 100 Strassen und Kreuzungen, zum Teil stark frequentierte, umgestaltet. Inzwischen laufen Pilotprojekte auch in Belgien, Dänemark, Deutschland und England. Als Ergänzung und Alternative zu den Tempo-30- und Begegnungszonen bietet "Shared Space" die Möglichkeit, neuralgische Strassenabschnitte und Kreuzungen ohne Zonensignalisierung sicherer zu machen, die Menschen aktiv ins Verkehrsgeschehen einzubinden und durch Neugestaltung von Strassen und Kreuzungen, die Attraktivität von Emmen zu erhöhen.

Der Regierungsrat äussert sich zu einer ähnlich lautenden Motion im Kantonsrat dementsprechend, dass so ein Konzept auf Kantonsstrassen nur an ganz wenigen Orten sinnvoll umgesetzt werden könnte. Im Anschluss an diese Argumentation folgt hiermit die Motion an den Gemeinderat, der solche Massnahmen für gemeindeeigene Quartierstrassen prüfen soll. Der Auftrag an den Gemeinderat lautet:
  • Das Konzept "Shared Space" in die Verkehrsplanung aufzunehmen.
  • Zukünftig soll bei Sanierungen von neuralgischen Strassenabschnitten und Kreuzungen geprüft werden, ob sich durch Umsetzen dieses Konzept die Verkehrssituation verbessern lässt.
  • Bei folgenden Strassen soll die Einführung sofort geprüft werden: Bahnhofstrasse, Kirchfeldstrasse im Emmen Dorf, Kreuzung Rüeggisingerstrasse beim Gersag.