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Masterplan Luzern Nord: Grünes Nein wegen wesentlichen Mängeln

Archiv: 27. März 2011

Das Planungswerk Masterplan Luzern Nord wurde in den letzten Tagen in den kommunalen Parlamenten Luzern und Emmen diskutiert. Als einzige Partei haben sich die Grünen gegen diesen Masterplan ausgesprochen. Dies hauptsächlich aus drei Gründen: Es fehlen ökologische Vorgaben sowie die Vision für eine nachhaltige Entwicklung und mit dem Verkehr wird ein falscher Schwerpunkt gesetzt.

Fehlende Vision einer nachhaltigen Entwicklung
Der Seetalplatz (Luzern Nord) ist neben Luzern Süd das grosse Entwicklungsgebiet in der starken Stadtregion Luzern. Es ist richtig und wichtig den Druck aus der Kernstadt zu nehmen und ein neues urbanes Zentrum zu schaffen. Die Chance der nachhaltigen Stadtentwicklung wird jedoch leider nicht wahrgenommen. Es fehlt die wirkliche Vision etwas Neues zu schaffen. Der Masterplan basiert auf einem überdimensionierten Verkehrsprojekt und orientiert sich einseitig an der wirtschaftlichen Rendite. Die Überbewertung der Wirtschaft wird auch im Steuerungsgremium sichtbar, wo neben Verwaltungsmitarbeitenden zusätzlich der kantonale Wirtschaftsförderer Einsitz hat. Eine Vertretung der Nachhaltigkeitsdimension Gesellschaft ist jedoch nicht vorgesehen.

Falscher Schwerpunkt Verkehr
Das zugrundeliegende Verkehrsprojekt enthält eine Kapazitätserhöhung von 30% für den motorisierten Individualverkehr (MIV), davon sind 10% allein aus dem Masterplanprojekt selber. Die geplante öV- und Veloachse mag zwar attraktiv erscheinen, das Gesamtprojekt ist jedoch überhaupt nicht mit der städtischen Charta für eine nachhaltige Mobilität vereinbar. Die zentrale Lage mit optimalem öV-Anschluss wäre prädestiniert für autoarmes oder sogar autofreies Wohnen und Arbeiten.

Fehlende Ökologische Vorgaben
Im Masterplan ist lediglich ein Minergie Standard vorgesehen. Minergie P oder noch höhere Standards werden nicht verlangt, sind aus Grüner Sicht aber für moderne, nachhaltige Überbauungen Pflicht.

Beide Räte waren nicht bereit, auf diese im Masterplan fehlenden, aber aus Grüner Sicht wesentlichen Anliegen einzugehen und haben entsprechende Anträge klar abgelehnt. Aus der Konsequenz daraus war es den Grünen nicht möglich, den Masterplan zu unterstützen.


Grüne Stadt Luzern
Korintha Bärtsch, Grossstadträtin

Grüne Emmen
Andreas Kappeler, Einwohnerrat