Grüne Vorstösse im Stadtparlament Luzern - Archiv 2009

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Stadtentwicklung an der Industriestrasse, WohnWerk Luzern: Verpassen wir die Chance?

Archiv: 2. Dezember 2009

Dringliche Interpellation von Dominik Durrer und Luzia Vetterli namens der SP-Fraktion sowie Monika Senn Berger und Hans Stutz namens der G/JG-Fraktion

Im Rahmen der Behandlung des Raumentwicklungskonzepts in der Ratssitzung vom 29. Januar 2009 wurde im Grossen Stadtrat das Postulat 420, Dominik Durrer und Ylfete Fanaj namens der SP-Fraktion, Claudia Portmann-de Simoni und Josef Burri namens der FDP-Fraktion und Hans Stutz und Monika Senn Berger namens der G/JG-Fraktion, vom 2. Juli 2008: "Die Planung an der Industriestrasse unverzüglich angehen" überwiesen. Dieses forderte, an der Industriestrasse unverzüglich, unter anderem auch im Gespräch mit Interessierten wie dem Wohnwerk, zur einer zukunftsgerichteten Lösung zu kommen. Der Stadtrat versprach dabei, bis im Winter 2009 eine Entwicklungsstudie über das Gebiet an der Industriestrasse erstellen zu lassen. Die Wohnwerk-Trägerschaft erklärte an ihrer GV im Herbst 2009, dass nun auch Areale ausserhalb der Stadt Luzern geprüft werden, weil eine zeitgerechte Realisierung des Wohnwerks an der Industriestrasse immer unwahrscheinlicher werde.

Wir stellen uns die Frage, ob die Stadt Luzern mit ihrer zögerlichen Haltung nicht eine einmalige Chance vergibt,
  1. die für die Stadt Luzern zu einem interessanten Wohnungsangebot führt? (Rund 70 Wohnungen auf 5100 Quadratmetern)
  2. die eine erwünschte Investition von über 60 Millionen Franken auslöst? (Damit auch Arbeitsplätze für die regionale Wirtschaft)
  3. die Raum für innovative Unternehmungen und Arbeitsplätze schafft? (Arbeitsplätze auf 8700 Quadratmetern)
  4. die zu neuen Steuereinnahmen für die Stadt Luzern führt? (Gemäss Erhebungen aus der Stadt Zürich und Aussagen von Fachexperten führt verdichtetes Bauen mit innovativen durchmischten Nutzungen pro Quadratmeter zu deutlich höheren Steuererträgen als dies monokulturelle Entwicklungen tun)
  5. die das Gebiet an der Industriestrasse einer nachhaltigen, quartierverträglichen Lösung zuführt und auch für Kulturinstitutionen im Gebiet Tribschen Lösungen anbieten könnte? (Womit die Stadt Luzern der Verdrängung von Kulturinstitutionen aus dem Stadtgebiet ein Erfolgsbeispiel entgegensetzen könnte.)
Dabei stellt sich die Frage, ob der Luzerner Stadtrat die objektiven Vorteile des Wohnwerk-Projekts nicht anerkennt - und es als opportun erachtet, auf diesen wichtigen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Impuls zu verzichten.

Wir fragen den Stadtrat,
  • ob er es nicht bedauern würde, wenn das Wohnwerk ausserhalb von Luzern realisiert würde, weil in der Stadt Luzern die politischen Prozesse innert nützlicher Frist keine Ergebnisse zeitigen?
  • ob er die Vorteile (1.-5.) als zu gering einschätzt, um in der aktuellen wirtschaftlichen Lage an der Industriestrasse endlich einen Schritt weiterzukommen?
  • ob der Stadtrat die Chancen nicht nutzen möchte, mit einer gezielten städtebaulichen und kulturpolitischen Offensive im Gebiet der Industriestrasse auf die Verdrängung von Kulturinstitutionen im Tribschenquartier zu reagieren, ohne der Stadt Luzern dafür Investitions- und Betriebskosten einzuhandeln?