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Raum schaffen für alternative Wohnformen

Archiv: 13. Februar 2009

Postulat von Monika Senn Berger namens der G/JG-Fraktion

Seit jeher gibt es Menschen, die dem konsumorientierten Leben den Rücken kehren und einen einfachen Lebensstil wählen. Je mehr sich der ökonomische Verwertungsdruck in steigenden Mieten niederschlägt und Gestaltungsmöglichkeiten im Wohnbereich eingeschränkt sind, umso eher wird nach alternativen Wohnformen gesucht. Auf diesem Hintergrund ist auch das Wohnen im Bauwagen zu sehen. Wir denken, ein Gemeinwesen sollte die unterschiedlichen Lebensweisen aller Bürger/innen respektieren und einvernehmliche Lösungen finden.

Weil das mobile Wohnen in der Bau- und Zonenordnung nicht vorgesehen ist, hat der Stadtrat binnen kurzem zweimal die Räumung der Wagenplätze auf stadteigenen Grundstücken angeordnet. Dies schürt in der Bevölkerung Vorurteile und Befürchtungen gegenüber der kleinen Gruppe von Bauwagenbewohnern/-innen, die bereit ist, für einen Wagenplatz Miete zu bezahlen. Um ein langwieriges Hin und Her - wie es die Stadt Bern vor zwanzig Jahren mit Zaffaraya erlebt hat - zu vermeiden, sollte eine Zwischennutzung von brachliegenden Grundstücken als Wagenplätze legitimiert werden.

Die Legitimierung von Wagenplätzen ist Grundlage für Verhandlungen, in denen Grundeigentümer/innen und Wagenplatzbewohner/innen zeitliche Perspektiven klären und die Verund Entsorgung regeln können.

Die Fraktion der Grünen und Jungen Grünen fordert den Stadtrat deshalb auf,
  • Eine Ergänzung der Bau- und Zonenordnung zu prüfen, so dass eine Bewilligung für das Wohnen in Bauwagen auf brachliegenden Grundstücken als Zwischennutzung vereinfacht wird;
  • bei der BZO-Revision zu prüfen, welches städtische Grundstück für mobiles Wohnen und welches als Standort für Fahrende eingerichtet werden kann;
  • in der Verwaltung eine Ansprechperson zu bestimmen, die Gesuche für Wagenplätze bearbeitet.