Grüne Vorstösse im Kantonsparlament Luzern - Archiv 2009

Umweltsparkonto bei der Luzerner Kantonalbank

Archiv: 27. Januar 2009

Postulat von Alain Greter und Mitunterzeichnenden

Die Regierung wird ersucht, der Luzerner Kantonalbank die Einführung eines Umweltsparkontos nahezulegen.

Begründung:
Die Krise an den internationalen Finanzmärkten hat gezeigt, dass Spekulation und Gewinnmaximierung fatale Folgen für die Wirtschaft haben können. Der Luzerner Kantonalbank würde es gut anstehen, sich aktiv für eine nachhaltige Entwicklung zu engagieren. Zudem ist die LUKB verpflichtet, besonders die Bedürfnisse der Bevölkerung und der Wirtschaft des Kantons Luzern zu berücksichtigen.

Das Angebot eines Umweltsparkontos kommt dieser Verpflichtung in besonderer Weise nach. Es beinhaltet ein besonderes Konto, bei dem die Verwendung der angelegten Gelder eindeutig festgelegt ist. Diese Gelder würde die LUKB brauchen, um im Kanton Luzern umweltverträgliche Vorhaben durch zinsvergünstigte Kredite zu fördern. Eine Nicht-Regierungsorganisation, mit der die LUKB eine Partnerschaft einginge, würde die Vergabe der Umweltdarlehen überprüfen.

Gegenüber dem normalen Zins der LUKB für Sparkonten würde das Umweltsparkonto weniger Zins abwerfen. Ein solches Angebot eröffnet verantwortungsbewussten Bankkundinnen und -kunden die Möglichkeit, ihr Geld gezielt anzulegen. Jetzt sind nicht nur Konjunktur- oder Impulsprogramme gefragt, es sind auch ideale Bedingungen zu schaffen für Investitionen in die nachhaltige Entwicklung des Kantons.

Der Kanton Luzern hält eine Mehrheit des Aktienkapitals und der Aktienstimmen der Luzerner Kantonalbank. Die Anregung zu einem Umweltsparkonto ist daher berechtigt. Da in der Schweiz nur die Zürcher Kantonalbank ein solches Konto kennt, kann sich die LUKB zudem mit dieser Angebotserweiterung profilieren.