Grüne Vorstösse im Kantonsparlament Luzern - Archiv 2009

Fragen zur Lehrstellensituation im Kanton Luzern

Archiv: 26. Januar 2009

Anfrage von Nino Froelicher und Mitunterzeichnenden

Im aktuellen Mitteilungsblatt des Bildungs- und Kulturdepartementes (Nr. 5/2008) wird vermeldet, wie positiv es im Kanton um die Lehrstellensituation steht. Es wird berichtet, dass die Zahl der Attestausbildungen gesteigert und 4249 neue Lehrverträge per Sommer 2008 abgeschlossen werden konnten.

Trotz der Rekordmeldung muss man unseres Erachtens folgende Fragen stellen:
  1. Aufgeführt werden Lehrstellen, Attest und Anlehren, dazu Brückenangebote (sowie natürlich weiterführende Schulen). Jedes Jahr gibt es Jugendliche, die nirgendwo in diesen Kategorien sind, die beginnen einfach als Hilfskräfte zu arbeiten oder hängen herum. Die Frage ist: Ist das so? Wie viele sind das? Was tut der Kanton?
  2. Wir stehen vor einer Rezession bzw. an deren Anfang. Die Erfahrung zeigt, dass in konjunkturschwachen Zeiten die Zahl der Lehrstellen zurückgeht. Was kehrt der Kanton vor, damit auch im Herbst 2009 gute Nachrichten verkündet werden können?
  3. Jedes Jahr sind mehrere hundert Jugendliche in Brückenangeboten. Viele von ihnen finden später eine Lehrstelle bzw. kommen in eine Attestausbildung. Aber nicht alle. Wie viele sind das in den letzten fünf Jahren? Was tun sie jetzt? Lässt das Amt für Berufsbildung den Faden abreissen? Kümmert man sich um sie? Bietet ihnen der Kanton später wieder die Möglichkeit, ihre vielleicht ungenügende Schulbildung zu komplettieren?
  4. 2008 wurde der erste Case-Manager gewählt. Kümmert sich der Case-Manager auch um Jugendliche, die ihn vor seinem Stellenantritt schon nötig gehabt hätten?