Artikel und Pressmitteilungen - Archiv 2008

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Mitgliederversammlung der Ortsgruppe Luzern

Archiv: 24. Januar 2008

Nach dem Dreikönigstag hielt die Ortsgruppe Luzern ihre Mitgliederversammlung ab, um sich über die städtischen Abstimmungsvorlagen vom 24. Februar zu informieren und die jeweiligen Parolen zu fassen.

von Alain Greter, Kantonsrat Grüne und Mitglied städtischer Vorstand, Luzern

Kurt Bieder, städtischer Baudirektor, und Hanspeter Balmer, Verhandlungsleiter mit dem Investor, waren eingeladen, um das komplexe Allmendprojekt (Umzonung, Messewesen, Zentralbahn) vorzustellen. Zudem waren auch grüne VertreterInnen aus Horw (L2O) und Kriens eingeladen. Der städtische Vorstand wollte ihnen die Gelegenheit bieten, sich über die zukünftige Gestaltung der Allmend zu informieren. Schliesslich waren auch die Mitglieder der Ortsgruppe Littau eingeladen. Im Hinblick auf die beschlossene Fusion von Luzern und Littau war an diesem Abend auch die Zusammenlegung der beiden Ortsgruppen traktandiert.

Die umstrittenste Vorlage
Am meisten Raum und Zeit wurde der Vorlage über die Umzonung zugunsten einer Wohnnutzung auf der Allmend gewährt, weil dies erwartungsgemäss die umstrittenste Vorlage war und weiterhin ist. An der Mitgliederversammlung wurde bekanntlich Stimmfreigabe beschlossen. Die lange und engagierte Diskussion machte deutlich, dass die Grünen der Entwicklung auf der Allmend nicht gleichgültig gegenüberstehen. Befürworter und Gegner der Umzonung hielten sich in etwa die Waage.

Damit sich unsere Rundbrief-LeserInnen eine eigene Meinung bilden können, fasse ich die während der Diskussion vorgebrachten Pro- und Kontra-Argumente zusammen. Weil ich gegen die Umzonung bin, schien mir eine unvoreingenommene Haltung nicht gegeben. Deshalb habe ich Philipp Federer (Pro) und Korintha Bärtsch (Kontra) die Gelegenheit geboten, die Argumente ihrer jeweiligen Position gegenzulesen und zu überarbeiten.

«Bericht und Antrag 51 vom 17.10.2007 Sportarena Allmend: Zwischenbericht»

Pro UmzonungKontra Umzonung
Wohnen auf der Allmend
Die Entwicklung Luzerns am Stadtrand zu Horw und Kriens ist eine grosse Chance: Die beiden Hochhäuser tragen dazu bei.Die Wohnnutzung steht im Widerspruch zum Allmendgedanken: Ein funktionaler Zusammenhang ist nicht gegeben.
Hochhäuser auf der Allmend
Für die beiden schlanken und ästhetischen Hochhäuser ist der Standort ideal. Kein Schattenwurfproblem für die Nachbarschaft.Über Hochhäuser wurde keine städtebauliche Diskussion geführt: Sind sie zu hoch? Sind sie landschaftsverträglich?
Naherholungsgebiet Allmend
Die Verdichtung findet nur auf einem Achtel des Allmendgebietes statt, der ganze Rest wird aufgewertet. Vieles wird zugänglicher, als es war, zum Beispiel im Schiessgebiet.Die Allmend ist der letzte grosse Freiraum auf Stadtgebiet. Diesen offenen Charakter aufzugeben ist ein zu hoher Preis.
Breitensport
Ein Erneuerungsschub für die Breitensportanlagen tut not: Sie sind völlig veraltet (über 40-jährig). Es besteht eine grosse Nachfrage für die Nutzung.Ohne Hochhäuser hat es Platz für allfällige spätere Erweiterungen der Breitensportanlagen. Die Anlagen können zudem günstiger erstellt werden.
Verkehr
Dank der Tieflegung der Zentralbahn und der neuen Haltestelle Allmend sind die Wohnhäuser mit dem öV ideal erschlossen.Durch die Neunutzungen sind zusätzlich 2500 Fahrten pro Tag geplant: Wie verbindlich ist eine solche Planung?
Kosten
Das Projekt ist finanziell abgesichert. Das Risiko und die Mietkosten für die Stadt sind erst noch geringer als beim KKL. Ohne Umzonung (Hochhäuser) fehlen 20 bis 60 Mio. Franken.Das Projekt ergibt Mehrkosten sowohl beim Stadionbau als auch bei den Breitensportanlagen. Hinzu kommen Ersatzmassnahmen von rund 10 Mio. Franken zu Lasten der Stadt.
Raumplanerische und städtebauliche Aspekte
Die zwei Hochhäuser nehmen wenig Fläche in Anspruch. Sie entsprechen 300 Einfamilienhäusern. Gegenüber Einkaufscentren und Fachmärkten sind die Hochhäuser klar vorzuziehen. Das Projekt KOI setzt einen interessanten städtebaulichen und architektonischen Akzent.Die Hochhäuser sind nicht in einer gewachsenen Quartierstruktur eingebunden und stehen isoliert da. Das städtebauliche Argument ist bloss eine nachträgliche Ausrede, um die Mantelnutzung zu rechtfertigen. Die Idee der Wohnnutzung hat der Bauunternehmer Marazzi eingebracht und hat einen rein finanziellen Hintergrund.
Komitees
www.sportarena-allmend.chwww.allmend-ohne-hochhaeuser.ch


Die Mitgliederversammlung vom 7. Januar 2007 fand im Pilatussaal des Hotels Anker mit rund 30 Teilnehmenden statt. Haupttraktanden der Versammlung waren die Parolenfassungen zu den städtischen Abstimmungsvorlagen vom 24. Januar 2007. Der Schluss der Versammlunggehörte dann den Littauer Anwesenden. Chris Kravogel leitete die Fusion der Grünen Littau und Stadt Luzern mit seiner Schlussrede ein, welche dann einstimmig und mit Applaus genehmigt wurde. Beim anschliessenden Apéro konnten die Anwesenden mit einem Glas Weisswein aufden Abend anstossen.