Artikel und Pressemitteilungen - Archiv 2007

Grüne Postulate zu den Begegnungszonen entgegengenommen

Archiv: 8. März 2007

Die Grünen und Jungen Grünen sind hoch erfreut. Das städtische Parlament hat heute die Postulate zu den Begegnungszonen entgegengenommen. Dies ist ein hoffnungsvolles Zeichen für die verkehrsgeplagte Innenstadt.

Medienmitteilung der Fraktion der Grünen und Jungen Grünen

Viele Städte haben erfolgreich Begegnungszonen eingeführt. Selbst Ebikon hat seit diesem Jahr eine Begegnungszone als Massnahme gegen den Schleichverkehr eingeführt. Begegnungszonen wurden in der Schweiz aber nicht nur in Minizonen eingeführt, sondern auch in Stadtzentren. So wurde zum Beispiel in Biel erfolgreich eine Mischverkehrsfläche mit mehr als 10 000 Fahrzeugen pro Tag mit Fussgängervortritt realisiert.

In Luzerner ist der Theaterplatz seit November 2005 offiziell eine Begegnungszone. Die PassantInnen geniessen in der Begegnungszone Vortritt, während der Verkehr nicht schneller als 20 Stundenkilometer rollen darf. Laut der Mediensprecherin der Stadtpolizei Luzern sind die Erfahrungen positiv. Die Bevölkerung und die Verkehrsteilnehmenden haben sich an diese neue Zone gewöhnt und sie schätzen gelernt. Das Entfernen der Zebrastreifen brachte klare Vorteile. Für die FussgängerInnen war früher unklar, ob man die Zebrastreifen benutzen muss und für die Auto fahrenden war unklar, warum FussgängerInnen neben dem Zebrastreifen die Strassen überqueren. Die Begegnungszone ist eine Lebensfläche für alle, mit Vortritt für die FussgängerInnen. Diese Regelung ist somit klarer als die frühere. Diese Zone verlangt dennoch von allen gegenseitigen Respekt und gegenseitige Rücksicht.

Im Grossen Stadtrat wurde zu Recht kritisiert, dass die bestehende Begegnungszone Bahnhofstrasse gewöhnungsbedürftig ist. Sie wurde billig erstellt, ohne bauliche Massnahmen und optisch kaum gekennzeichnet. Dies ist zu verbessern. Nun soll geprüft werden, wie diese Minizone ausgeweitet werden kann.

Ebenfalls soll das Hirschmattquartier als mögliche Begegnungszone überprüft werden. Sofern eine positive Grundhaltung einer Mehrheit der betroffenen Bevölkerung dies wünscht, ist der Stadtrat bereit, die Sache an die Hand zu nehmen. Der bisherige Quartierpräsident sprach sich leider gegen eine Begegnungszone aus. Die BewohnerInnen haben es jedoch in der Hand, eine Begegnungszone zu verlangen. Wir sind überzeugt, dass die Mehrheit eine solche beruhigte Zone wünscht. Das Quartier wird mehrheitlich von Autolosen und vielen Grünen und SozialdemokratInnen bewohnt. Bezüglich der Akzeptanz sind wir sehr zuversichtlich.

Die Fraktion der Grünen und Jungen Grünen dankt dem Grossen Stadtrat für die Entgegennahme der Postulate. Dies freut uns sehr, und wir erachten dies als Chance zur Steigerung und Attraktivierung der Quartiere.