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Motion über die Einführung einer Energieetikette für Gebäude

Archiv: 31. Januar 2007

Motion von Patrick Graf

Wir fordern den Regierungsrat auf, im Kanton Luzern eine Energieetikette für Gebäude einzuführen. Dies kann vorerst auf freiwilliger Basis geschehen. Anschliessend ist eine obligatorische Einführung zu prüfen. Der Kanton soll diese Einführung koordinieren und die Hausbesitzenden dabei finanziell und beratend unterstützen.

Heute sind für diverse elektrische Geräte wie Kühlschränke, Waschmaschinen usw. aber auch für Autos Energieetiketten vorgeschrieben. Diese geben den Konsumentinnen und Konsumenten Auskunft über den Energieverbrauch dieser Geräte. Damit ist gewährleistet, dass beim Kauf neben dem Kaufpreis auch die Betriebskosten und die ökologischen Auswirkungen eines Gerätes berücksichtigt werden können.

Ein sehr grosser Teil des Energieverbrauches wird aber durch Gebäude verursacht (Heizung, Warmwasser, Haustechnik usw.). Es ist daher anzustreben, dass auch im Gebäudebereich eine Energieetikette zum Einsatz kommt. Dies hätte gleich einen mehrfachen Nutzen:
  • Beim Hauskauf könnte man sich einfach über den Energieverbrauch und damit die laufenden Kosten eines Gebäudes informieren. Dies ist bei der langen Lebensdauer von Gebäuden besonders wichtig.
  • Mietende könnten sich vor dem Unterschreiben des Mietvertrages einfach darüber informieren, wie viel Geld sie in etwa über die Nebenkosten für Heizung und Warmwasser ausgeben müssten.
  • In beiden Fällen können nicht nur finanzielle Gründe (Energiekosten), sondern auch ökologische Gründe den Kauf- bzw. Mietentscheid beeinflussen.
  • Verkäufer und Vermieterinnen können Investitionen in energetische Massnahmen als Kaufargument anpreisen und damit besser amortisieren.
  • Auch Hausbesitzende erhalten mit einer Energieetikette Auskunft über den Zustand ihrer Gebäude bezüglich Energie und Hinweise auf Optimierungsmöglichkeiten.
In vielen Kantonen ist die Einführung der Energieetikette für Gebäude in Diskussion oder in Planung, einzelne Kantone haben sie gar schon eingeführt. Der Kanton Luzern soll dabei nicht hinten anstehen. Die Einführung soll aber nicht gleich obligatorisch sein, sondern zumindest in der Anfangsphase auf freiwilliger Basis geschehen.

In der freiwilligen Phase und auch bei einer möglichen späteren obligatorischen Einführung sollen die Hausbesitzenden durch den Kanton beratend unterstützt werden. Dies kann beispielsweise durch die Dienststelle Umwelt und Energie oder auch durch das Kompetenzzentrum Energie geschehen. Ausserdem soll der Kanton die Erstellung der Energieetikette finanziell unterstützen.