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Archiv: 5. Dezember 2006
Beschränkung der Werbung in und an öffentlichen Verkehrsmitteln

Postulat von Adrian Borgula namens der Grünen Fraktion

Wir ersuchen den Regierungsrat, als Besteller von öffentlichen Transportleistungen mit den beauftragten Verkehrsbetrieben die Beschränkung der Werbung in und an Wagen des öffentlichen Verkehrs zu regeln.

Busse werden immer mehr zu Werbeträgern. Vor dem Hintergrund knapper Finanzen werden alle Möglichkeiten für zusätzliche Einnahmequellen ausgenutzt. Zunehmend wird dies zu einem Ärgernis für zahlreiche Fahrgäste, namentlich dann, wenn durch über die Fenster geklebte Werbung die freie Sicht aus den Bussen hinaus verunmöglicht wird. Dies reduziert die Attraktivität des öffentlichen Verkehrs, was ganz im Gegensatz zu den verkehrspolitischen Zielsetzungen des Kantons steht. Auch für Touristinnen und Touristen ist diese Werbung alles andere als attraktiv, denn wiederum wird die Sicht auf eine schöne, noch unbekannte Stadt oder eine schöne Gegend verstellt, die Einheitlichkeit der öffentlichen Transportmittel verhindert, was die Orientierung erschwert, und in Einzelfällen werden Fahrwillige definitiv verwirrt, da die (Werbe-)Aufschrift auf dem Bus gar nicht mit dem Fahrziel übereinstimmen muss. Die Werbung im Inneren von Bussen hält sich meist noch im Rahmen. Aber auch hier nehmen zum Beispiel Werbefilmchen über Fernsehmonitore zu, vorerst wenigstens noch stumm. Bevor sich diese Entwicklung verselbständigt und Blüten treibt, die das erträgliche Mass übertreffen, soll der Kanton bei den Bestellungen mit den auftragnehmenden Unternehmungen regeln, wo die Grenze der eingesetzten Werbung liegt. Die Gefahr besteht unter den finanzpolitischen Voraussetzungen sicher, dass Werbung und namentlich relativ aggressive Werbung weiter zunimmt, da damit Einnahmen generiert werden können. Kein Problem ist sicher Kleinwerbung wie die schon «klassischen» A4-Bushänger. Wir sind aber der Ansicht, dass das werbetechnisch sicher einträgliche Verkleben von Fensterscheiben in Zukunft nicht mehr zu tolerieren ist, ebenso wenig wie Werbebeiträge mit Ton.



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