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Anfrage über den Verkauf von Brutalo-Games an Jugendliche

Archiv: 7. November 2006

Anfrage von Nino Froelicher, namens der Grünen Fraktion

Der Regierungsrat verweist in der Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage zur Jugendgewalt auf das Problem des grossen Angebotes an Brutalo-Games und -Videos. Deren häufiger Konsum scheine die Wahrnehmung von Kindern und Jugendlichen negativ zu beeinflussen. Die Trennlinie bei der Anwendung von Gewalt, Virtualität und Realität werde verwischt (Anfrage Nr. 692 von Damian Meier). Auf Video-Games wird das virtuelle Herumhetzen von Menschen, das virtuelle Verletzen, Quälen, Erschiessen und Abschlachten von Menschen als Unterhaltungsform geradezu zelebriert.

Auch der Bundesrat teilt die Auffassung, dass der Konsum von brutalen Gewaltdarstellungen - seien dies reale Bild- oder Filmaufnahmen oder künstlich hergestellte, virtuelle Computerspiele - das Verhalten gerade auch Jugendlicher in einer für sie und die Gesellschaft negativen Weise beeinflussen kann. Solche Gewaltdarstellungen seien zudem allgemein geeignet, die Bereitschaft zur Nachahmung zu erhöhen oder zumindest die Abstumpfung gegenüber Gewalttätigkeiten zu fördern. Die Durchsetzung der Artikel 135 und 197 StGB, beides Offizialdelikte, obliegt den Kantonen. Die kantonalen Strafverfolgungsbehörden müssen somit von Amtes wegen tätig werden, wenn sie Kenntnis erlangen, dass Brutalo-Games hergestellt, angeboten oder verbreitet bzw. erworben oder besessen werden. Daneben bleibe es den Kantonen und Gemeinden unbenommen, mit anderen als mit strafrechtlichen Mitteln gegen die Verbreitung solcher Produkte vorzugehen. Denkbar seien zum Beispiel gewerbepolizeiliche Massnahmen oder Informationskampagnen im Bereich Schule und Elternhaus (Anfrage 04.1123 J. H. Dunant).

Der skizzierte Sachverhalt wirft folgende Fragen auf:
  1. Hat die Regierung Kenntnis darüber, welche Geschäfte im Kanton Luzern Brutalo-Games zum Verkauf anbieten?
  2. Hat die Regierung Kenntnis darüber, ob sich diese Geschäfte an die geltende Branchenvereinbarung halten, den gesetzlich eingeschränkten Verkauf von Brutalo-Games insbesondere an Jugendliche einzuhalten?
  3. Liegen der Regierung Zahlen vor, in wie vielen Fällen es bis anhin zu Strafverfolgungen kam?
  4. Wird im Kanton Luzern die Anregung des Bundes umgesetzt, zusätzlich zu den strafrechtlichen Mitteln auch mit anderen Massnahmen gegen die Verbreitung von Brutalo-Games vorzugehen?
  5. Wenn ja, mit welchen Mitteln?