Artikel und Pressmitteilungen - Archiv 2006

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Genderkompetenz in der Verwaltungsausbildung

Archiv: 14. September 2006

Postulat von Nino Froelicher und Mitunterzeichnende

Wir fordern den Regierungsrat auf, das Thema Genderkompetenz in die Verwaltungsweiterbildung zu integrieren, insbesondere bei der Führungsausbildung. Die bestehenden Aus- und Weiterbildungseinheiten sollen mit genderrelevanten Themen angereichert werden. Es sollen keine Spezialkurse zu Genderkompetenz organisiert werden.

Begründung:
Seit einigen Jahren entwickelt und organisiert die Fachstelle «Verwaltungsweiterbildung Zentralschweiz» das Weiterbildungsprogramm für die Mitarbeitenden der Zentralschweizer Kantone. Die Mitarbeitenden können jeweils aus einer Fülle von Kursen auswählen und sich fachlich, methodisch und persönlich weiterbilden. Bei der Durchsicht des Angebotes fällt auf, dass eine Weiterbildung in Genderkompetenz fehlt.

Genderkompetenz wird als Teil der Sozial- und Selbstkompetenz bezeichnet. Demzufolge wird das Kompetenzportfolio der Teilnehmenden weiter ausgebildet und vertieft. Genderkompetent sein heisst, die unterschiedlichen Lebensrealitäten von Frauen und Männern sensibel zu erkennen, sei es in sozialer, ökonomischer oder politischer Hinsicht. Diese Erkenntnis wird konsequent eingesetzt, um auf den Abbau von geschlechtsspezifischer Diskriminierung hinzuwirken und die Potenziale von Frauen und Männern in Verwaltung, Wirtschaft und Gesellschaft optimal zu nutzen.

Die Aus- und Weiterbildung in Genderkompetenz ist ein Gebot der Stunde. Denn die Chancengleichheit von Frauen und Männern herzustellen, ist nicht mehr allein Sache der Frauen, sondern ein gesellschaftlich wünschenswerter Tatbestand. Innovative und zukunftsorientierte Verwaltungen setzen sich deshalb für die Gleichstellung von Frauen und Männern ein. Sie erhöhen so die Qualität ihrer Leistungsbereiche und verschaffen sich Wettbewerbsvorteile. Die Zentralschweizer Verwaltungen brauchen genderkompetente Führungskräfte, damit die arbeitnehmenden Frauen und Männer optimale Arbeitsbedingungen erhalten. So können sie Strategien zur Gleichstellung umsetzen.