Grüne Vorstösse im Kantonsparlament Luzern - Archiv 2006

Schadstoff Ozon in die Smogverordnung aufnehmen

Archiv: 20. Februar 2006

Postulat von Katharina Meile, namens der GB/JG-Fraktion

Wir fordern den Regierungsrat auf, die Smog-Verordnung von 1998 zu überarbeiten und insbesondere den Sekundärschadstoff Ozon in die Verordnung aufzunehmen.

Begründung
Nicht besser als im Winter mit oft alarmierend hohen Feinstaubbelastungen sieht es im Sommer mit den Ozonwerten aus. Der Stundenmittelwert für Ozon wird massiv und viel zu oft überschritten ‐ gesetzlich erlaubt wäre nur eine Überschreitung pro Jahr, das heisst, der Ozonwert dürft nur während einer Stunde über 120 µg/m3 liegen. Der Kanton Luzern ist von diesem Zustand weit entfernt.

Die hohen Ozonwerte im Sommerhalbjahr sind ‐ wie die hohen Feinstaubwerte im Winter ‐ alarmierend. Sie belasten die Gesundheit der Bevölkerung massiv.

Der Handlungsbedarf beim Sommersmog ist ebenso hoch wie beim Wintersmog (Feinstaub).

Der Kanton Luzern hat seit 1988 eine Smog-Verordnung für Schwefel- und Stickstoffdioxid, in der Interventionswerte festgelegt werden. In der Verordnung fehlt aber der wichtige Bereich Ozon. Das soll geändert und Ozon in die Smogverordnung aufgenommen werden.