Grüne Vorstösse im Kantonsparlament Luzern - Archiv 2006

Einheitstarife im ÖV bei zu hoher Ozon- oder Feinstaubbelastung

Archiv: 20. Februar 2006

Postulat von Katharina Meile, namens der GB/JG-Fraktion

Die Ozonbelastung im Sommer und die Feinstaubbelastung (PM10) im Winter sind extrem hoch. Die daraus entstehenden gesundheitlichen Risiken und Schäden sind alarmierend und nicht zu verleugnen.

Zwar kennt der Kanton Luzern Informationswerte. Doch er unternimmt herzlich wenig, um die Belastung durch Ozon und Feinstaub tatsächlich zu mindern und die Grenzwerte einzuhalten. Um dies zu tun, ist eine Vorgehensweise wünschenswert, wie sie beispielsweise Strassburg kennt und wie sie die Betriebe des öffentlichen Verkehrs in der Schweiz im Februar 2006 aufgrund der hohen PM10-Werten vorgemacht haben: massive Vergünstigung oder Einheitstarife für den öV.

Wird im Winter der PM10-Wert von 50 µg/m3 und im Sommer der Ozonwert von 120 µg/m3 überschritten wird, so sind im ÖV Einheitspreise oder massive Vergünstigungen zu gewähren. Denkbar wären zum Beispiel deutlich günstigere Tageskarten, gratis Busbenützung für Kurzstrecken, Einfachtickets, die auch retour gelten usw. Verschiedene Modelle sind einfach durchführbar und tauglich.

Wir fordern den Regierungsrat auf, solche Modelle zu prüfen und möglichst schnell einzuführen.