Artikel und Pressemitteilungen - Archiv 2005

Postulat über eine Studie zum volkswirtschaftlichen Nutzen einer Schienenanbindung für die Gemeinde Kriens

Archiv: 20. Juni 2005

Postulat von Peter Lerch, namens der GB-Fraktion

Der Regierungsrat wird beauftragt, eine Studie in Auftrag zu geben, mit welcher der volkswirtschaftliche Nutzen einer Schienenanbindung der Gemeinde Kriens (S-Bahn, Stadtbahn oder Tram) aufgezeigt und berechnet wird.

Kriens ist nach wie vor die grösste Schweizer Stadt ohne Schienenanbindung des öffentlichen Verkehrs, wenn man von der Haltestelle Mattenhof absieht, welche für die Gesamtheit der Krienser Wohnbevölkerung aber unbedeutend ist. Abklärungen und Grobplanungen für eine Schienenanbindung liegen vor. Zumindest sollte das Anliegen im Rahmen des Agglomerationsprogramms geprüft worden sein, wurde aber schliesslich als «zu teuer» aus der Agglomerationsplanung ausgeschlossen. Abgesehen davon, dass die Kostenberechnungen anzuzweifeln sind, wurde keine wirkliche Kosten-Nutzen-Analyse erstellt. Während man bei Strassenprojekten wie beim aktuellen Projekt Rontalzubringer bereit ist, Nutzenberechnungen abzuklären und dabei «grosszügig» über die externen Kosten des motorisierten Verkehrs hinwegzusehen, werden bei einem möglicherweise wegweisenden Projekt des öffentlichen Verkehrs Entscheide nur aufgrund vager Kostenberechnungen getroffen. Die in Auftrag zu gebende Studie soll also den volkswirtschaftlichen Nutzen einer Schienenanbindung Kriens evaluieren, allenfalls in Anbindungsvarianten. Selbstverständlich sind dabei diesmal die externen Kosten des Konkurrenzsystems MIV einzuberechnen bzw. der Nutzen, der aus einer Umlagerung entstehen wird. Eine solche Studie kann eine wesentliche Grundlage für die zukünftige Entscheidungsfindung werden und darüber hinaus weitere Hinweise liefern für die Rahmenbedingungen der Förderung des öV wie auch für den Nutzen des in den öV investierten Geldes.