Artikel und Pressmitteilungen - Archiv 2004

Andere Vorstösse
» Vorstösse Kanton Luzern
» Vorstösse Stadt Luzern
» Vorstösse Luzerner Gemeinden
Städtische Vorstösse abonnieren
Wenn Sie Ihre E-Mail-Adresse angeben, werden Sie umgehend informiert, wenn hier ein neuer Vorstoss veröffentlicht wird:
Mit einem Feed-Reader abonnieren
Folgen Sie uns!
Neue Blog-Beiträge:
Fahrlkostenabzug –ökologisch schlicht falsch
Initiative für faire Unternehmenssteuern eingereicht: Juristische Personen sollen angemessen Steuern zahlen
Aber hallo – wer ist da undemokratisch?
Bürgerliche Finanz- und Steuerstrategie definitiv am Endpunkt angelangt
Ecopop bringt der Umwelt nichts

» zum Blog

Unterschreiben!
Möchten Sie eine der Initiativen oder Referenden unterschreiben, für die aktuell Unterschriften gesammelt werden? Hier finden Sie eine laufend aktualisierte Liste!
Postulat: Eine regionale Saalsporthalle planen

Archiv: 7. Dezember 2004

Andreas Hofer bittet den Regierungsrat namens der Grünen-Fraktion in einem Postulat vom 9. Dezember 2013, den ökologischen Fussabdruck des Kantons Luzern nach den Kriterien des Global Footprint Networks regelmässig zu messen sowie Massnahmen zu ergreifen, um diesen zu verbessern und darüber regelmässig einen Bericht zu verfassen.

Der Regierungsrat wird beauftragt:
  • ein geeignetes Verfahren anzuwenden, um den ökologischen Fussabdruck des Kantons Luzern nach den Kriterien des Global Footprint Networks regelmässig zu messen,
  • Massnahmen zu ergreifen, um den ökologischen Fussabdruck zu reduzieren,
  • darüber regelmässig einen Bericht zu verfassen.
Begründung:
Das Konzept des ökologischen Fussabdrucks wurde vom Basler Dr. Mathis Wackernagel entwickelt. Für die Entwicklung dieses Konzepts wurden er und Dr. William Rees letztes Jahr mit dem Kenneth-E.-Boulding-Preis 2012 ausgezeichnet, welcher für herausragende Leistungen im Bereich der ökologischen Wirtschaft verliehen wird.

Das in den 90er-Jahren entwickelte Konzept des ökologischen Fussabdrucks ermöglicht es, die Gesamtumweltbelastung einer Gesellschaft zu messen. Der ökologische Fussabdruck misst die Land- und Wasserflächen (Biokapazität), welche eine Bevölkerung benötigt, um ihren Konsum zu decken und Kohlenstoff-Abfälle zu absorbieren.

Das Konzept des ökologischen Fussabdrucks wird immer öfters von Städten (zum Beispiel Calgary, Kanada), Firmen oder Staaten als Mass für die Umweltverträglichkeit ihrer Wirtschaft verwendet. Auch die Bank Sarasin wendet das Konzept bereits an. Nach neusten Erkenntnissen des Global Footprint Networks übersteigt der Bedarf der Menschheit die Regenerationskapazität der Erde um mindestens 50 Prozent. Auch die Schweiz lebt auf zu grossem Fuss. Gemäss Global Footprint Network beträgt ihr ökologischer Fussabdruck im Jahr 2012 5,01 globale Hektaren, was 2,82 Erden entspräche, wenn alle Menschen auf der Welt einen solchen Fussabdruck hinterlassen würden. Der Fussabdruck der Schweiz ist also mehr als viermal so gross wie ihre Biokapazität.

Die Hauptursache für den grossen Fussabdruck ist der Energieverbrauch. Der Fossilenergieverbrauch macht 64 Prozent des ökologischen Fussabdrucks aus und ist damit weit bedeutender als alle anderen Bereiche. 3,26 Hektaren des ökologischen Fussabdrucks der Schweiz werden durch den CO2-Ausstoss verursacht.

Das Bundesamt für Raumentwicklung (ARE), die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA), das Bundesamt für Umwelt (BAFU) und das Bundesamt für Statistik (BFS) haben ein Projekt für einen Rapport zum nationalen ökologischen Fussabdruck der Schweiz lanciert. Dabei ist klar, dass, wenn der Fussabdruck der Menschheit die Biokapazität der Welt übersteigt, das zur globalen Übernutzung der Natur führt und nicht nachhaltig ist. Die Schweiz und auch die Kantone müssen ihren Fussabdruck deshalb deutlich reduzieren.