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Postulat: Eine regionale Saalsporthalle planen

Archiv: 7. Dezember 2004

Postulat von Philipp Federer, namens der GB/JG-Fraktion

Die Stadt Luzern und die Umgebung von Luzern haben keine Saalsporthalle. Der Bedarf einer solchen Halle wird immer wieder gewünscht und wurde im Postulat Nr. 20 "Eine Saalsporthalle für Luzern" dargelegt. Die Initianten des Postulats fordern den Bau einer Sporthalle im Rahmen der Konzeptplanung Allmendstadion zu prüfen.

Zur Realisierung einer Sporthalle im Allmendstadion ergeben sich verschiedene Probleme:
  1. Der Stadtrat hat in der Vergangenheit 10 Thesen zur Allmendplanung formuliert. Bei der Medienorientierung zum Zwischenbericht Allmend-Planung hielt er klar und eindeutig an seiner Haltung fest. Der Stadtrat will auf der Allmend keine Saalsporthalle (These 6).
  2. Die Südkurve Allmend und deren Mantelnutzung sind begehrt. Verschiedene Interessenten beabsichtigen sich im Teilneubau Stadion neben der zu erstellenden Fussballinfrastruktur einzurichten. Zu den Interessenten gehören das Talent Förderungszentrum Zentralschweiz (TFZ), ein Fitnesszentrum der Migros und ein überregionales Hallenbad. Schon diese Bedürfnisse sprengen die Raumkapazitäten des Teilneubaus, geschweige dem zusätzlichen Raumbedarf einer Sporthalle.
  3. Bezüglich Verkehrsaufkommen hat eine Sporthalle Spitzenwerte, die das Gebiet Allmend übermässig beanspruchen. Fahrtenmodelle im ESP (Eichhof-Schlund-Bahnhof Horw) haben die Verkehrskapazitätsgrenzen aufgezeigt. Die Horwerstrasse ist nur beschränkt in der Lage weiteren motorisierten Individualverkehr aufzunehmen.
Damit die Saalsporthalle nicht vorzeitig durch die Unvereinbarkeit mit der übrigen Allmendplanung scheitert, soll der Stadtrat die Erwartungen an eine Saalsporthalle prüfen. Der Bedarf und die Nutzung müssen abgeklärt und geeignete Standorte evaluiert werden. Die Sportkommission hat sich bisher für den Standort Mattenhof ausgesprochen, kann sich aber mit verschiedenen Standorten anfreunden, Hauptsache es geht vorwärts. Der genannte Standort hätte den Vorteil, dass er verkehrstechnisch besser liegt. Anlässlich des Eidgenössischen Schwing- und Aelplerfestes hat die neue Haltestelle Mattenhof die Feuerprobe bestanden. Ebenfalls möglich wäre ein Standort Schlund. Weitere regionale Standorte sind denkbar und sollen in die Überlegungen einbezogen werden. Vor allem hängt der Standort von der Trägerschaft, von Partnern und von Investoren ab.

Die Fraktion GB/JG teilt die Ansicht des Stadtrates bezüglich einer Übernutzung der Allmend. Die Gefahr besteht, dass mit der Unvereinbarkeit der Halle im Tribünenneubau ein Scherbenhaufen zurück bleibt. Wir fordern deshalb den Stadtrat auf das Projekt Saalsporthalle anzugehen. Dabei soll versucht werden die Region einzubeziehen. Des weiteren soll der Stadtrat eine Trägerschaft mit allfälligen Partnern (u. a. Gemeinden und Vereine) zu initiieren versuchen.