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Stadtreparatur am Kasernenplatz vorantreiben

Archiv: 1. Dezember 2004

Christian Hochstrasser und Monika Senn Berger fordern namens der Grünen-/Jungen-Grünen-Fraktion den Stadtrat in einem Postulat auf, mögliche Massnahmen zu prüfen, im Luzerner Nachtleben die Anreize für eine Verschiebung der Parkplatznutzung aus den Wohnquartieren in die Parkhäuser setzen und damit die Wohnquartiere zu entlasten.

Nutzungskonflikte zwischen dem «Partyvolk» und BewohnerInnen innenstädtischer Quartiere sind in den letzten Monaten verstärkt thematisiert worden. Ein attraktives Luzerner Nachtleben ist gesellschaftlich und volkswirtschaftlich grundsätzlich positiv zu beurteilen. Die AnwohnerInnen der umliegenden Quartiere sind durch Auswirkungen des Nachtlebens wie Lärm, Littering und Verschmutzung des öffentlichen und privaten Raums aber auch negativ davon betroffen.

Die Konfliktpotentiale zwischen verschiedenen Gruppen im öffentlichen Raum der Stadt Luzern sind vielfältig (Littering, Sicherheit, Lärm und weitere). Die Problematik im Zusammenhang mit Nachtklubs betrifft jedoch vor allem Nachtruhestörungen durch Lärm wie laute Gespräche oder Zuschlagen von Autotüren sowie unappetitliche Verunreinigungen aller Art in Hauseingängen, auf Trottoirs und in Vorgärten. Diese werden meist nach dem Verlassen der Clubs verursacht, insbesondere auf dem Weg zu den parkierten Autos.

Es sollen deshalb Anstrengungen unternommen werden, dass anstelle der öffentlichen Parkplätze inmitten der Wohnquartiere, die nahe gelegenen Parkhäuser stärker genutzt werden. Diese sind während der entsprechenden Stunden an den Wochenende nur schwach ausgelastet. Da die meisten Parkhäuser direkt an Hauptverkehrsachsen liegen, ist das Konfliktpotential dadurch bedeutend geringer.

Die Stadt wird beauftragt, mögliche Massnahmen zu prüfen, die Anreize für eine Verschiebung der Parkplatznutzung aus den Wohnquartieren in die Parkhäuser setzen.

Denkbar wäre ein Nachtfahrverbot (ausgenommen AnwohnerInnen) im aktuell besonders betroffenen Quartier Bruch oder anderen betroffenen Quartieren. Eine weitere Möglichkeit wären Anpassungen bei der Preispolitik resp. dem Vollzug bei den öffentlichen Parkplätzen (Höhere Preise in der Nacht oder max. Parkdauer von 2h auf die Nacht ausdehnen). Es sind auch Lösungsmöglichkeiten gemeinsam mit den entsprechenden Clubs zu prüfen, damit die mit dem Auto anreisenden BesucherInnen die Parkhäuser statt die Parkplätze in den Wohnquartieren nutzen.

Wir sind überzeugt, dass die Interessen zwischen den NutzerInnen des Nachtlebens und der Anwohnerschaft zu einem guten Teil koordiniert werden könnten. Vielfältiges Nachtleben und attraktive Wohnquartiere sollen in der Stadt Luzern ihren Platz haben.