Grüne Vorstösse im Kantonsparlament Luzern - Archiv 2004

Verzicht auf Lohnkürzungen

Archiv: 1. Mai 2004

Dringliches Postulat über die Ablehnung von Lohnkürzungen (GV 2 und GV 7)

von Louis Schelbert, namens der GB-Fraktion

Mit der Botschaft 43 setzt der Regierungsrat den Grossen Rat¨über die Absicht in Kenntnis, die Löhne des Personals per 2005 ff. nicht linear anzupassen und die individuelle Besoldungsanpassung nicht zu gewähren.

Die Stimmung beim Personal ist jetzt schon getrübt, nun soll es mit Lohnkürzungen ein weiteres Mal zur Kasse gebeten werden. Es sollte eine Binsenwahrheit sein, dass motiviertes Personal am besten arbeitet. Es mit den vorgeschlagenen Massnahmen zu piesacken, muss sich kontraproduktiv auswirken.

Dazu fehlt der Massnahme die politische Bündigkeit: Mit der Streichung des linearen und des individuellen Anstiegs wird das neue Besoldungssystem ausser Kraft gesetzt. Abgegebene Versprechen, zum Beispiel gegenüber dem Pflegepersonal, könnten nicht eingehalten werden.

Das müsste ein schlechtes Licht auf den Kanton als Arbeitgeber werfen. Seine Verlässlichkeit und Fairness bilden wesentliche Elemente seines "Kapitals". Dieses wird mit den Massnahmen GV 2 und GV 7 aufs Spiel gesetzt. Der Kanton verliert als Arbeitgeber an Attraktivität und die Rekrutierung von kompetentem Personal wird noch schwieriger. Zudem ist zu befürchten, dass viele qualifizierte Mitarbeitende beim konjunkturellen Aufschwung in die Privatwirtschaft abwandern.
Wir beantragen deshalb, die ins Auge gefassten Lohnkürzungen (GV 2, GV 7) nicht zu beschliessen.