Grüne Vorstösse im Stadtparlament Luzern - Archiv 2004

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Die Planung «Verkehrs-System-Management» VSM ist zügig an die Hand zu nehmen

Archiv: 15. März 2004

Postulat von Philipp Federer, namens der GB-Fraktion

Nach dem Nein zum Gegenentwurf der Avanti-Initiative ist es wichtig, möglichst schnell weiterzuplanen. Einerseits sind Massnahmen aufzuzeigen, welche geeignet sind, einen möglichst hohen Anteil der Mobilität mit dem öffentlichen Verkehr zu bewältigen. Andererseits sind Massnahmen zu prüfen, welche geeignet sind, die Verkehrserzeugung und das Verkehrsaufkommen möglichst gering zu halten.

Im Standbericht 2 des Agglomerationsprogramms hat das VSM eine hohe Priorität. Die Planung des VSM hat den Vorteil, dass sie bis dato unumstritten und die Kosten gegenüber anderen beabsichtigten Infrastrukturmassnahmen gering sind. Mit dem VSM wird ein gutes Kosten-Nutzen-Verhältnis erzielt.

Was gehört zu einem Verkehrs-System-Management, kurz genannt VSM? Dazu gehören Busbevorzugung / Leistungssteigerung des öV, Dosierung/Pförtneranlagen, Einführung und Verankerung des Fahrtenmodells, das Verkehrsregime (inklusive Langsamverkehr) usw. Durch Pförtneranlagen kann mit relativ geringen Kosten ein Quantensprung bei der Beschleunigung des Busverkehrs bewirkt werden, was auch den motorisierten Individualverkehr MIV verflüssigt. Eine hohe Priorität und schnelle Realisierung sind daher wünschenswert. Zum selben Ziel führt auch das Road Pricing, wie es die Motion 341, Beat Züsli namens der SP-Fraktion, vom 9. Januar 2004: «Road Pricing zur Förderung des öffentlichen Verkehrs», fordert. Deshalb ist eine umfassende, gemeinsame Erarbeitung und Prüfung aller Massnahmen sinnvoll.

Der Standbericht 2 beruft sich teilweise auf die Planungsberichte der Entwicklungsschwerpunkte ESP. Im kantonalen Richtplan wurden diese Entwicklungsschwerpunkte ausgeschieden, um das weitere Siedlungswachstum zu konzentrieren. Diese raumplanerische Massnahme führt zu einer Siedlungsverdichtung, bringt aber auch Mehrverkehr. Dieser Mehrverkehr muss möglichst umweltverträglich abgewickelt werden. Deshalb müssen für die ESP-Gebiete Verkehrsmodelle geprüft werden. Da es aber noch Jahre dauern wird, bis der letzte ESP-Bericht von den Gemeinden verabschiedet ist, kann die erwartete Realisierung des versprochenen VSM bis 2007 nicht eingehalten werden. Sinnvolle und kostengünstige
Lösungen sind deshalb heute schon anzupacken.

Die GB-Fraktion bittet den Stadtrat, das Verkehrs-System-Management zügig an die Hand zu nehmen und alles zu unternehmen, damit diese Arbeit vorgezogen wird. Der Stadtrat soll die zuständigen Amtsstellen auffordern, die Arbeit vorzuziehen. Der Stadtrat setzt sich in den zuständigen Gremien für die dringliche Behandlung des VSM ein. Zusätzlich lanciert er die eigenen städtischen Vorarbeiten.