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Stadtbevölkerung will andere Energiepolitik ‐ Stromrappen als Weg dazu

Archiv: 22. Mai 2003

Leserbrief von Ruedi Schmidig, Grossstadtrat Grünes Bündnis, Luzern

Die Stimmberechtigten der Stadt Luzern haben in der Abstimmung vom 18. Mai 2003 der eidgenössischen Initiative "Moratorium Plus" zugestimmt und damit signalisiert, dass sie eine auf erneuerbare Energien ausgerichtete Politik befürwortet. Bereits bei den eidgenössischen Abstimmungen zur "Energie-Lenkungsabgabe" und zum "Gegenentwurf Solar-Initiative" im September 2000 drückte die Stadtluzerner Bevölkerung den Willen zu einer anderen Energiepolitik mit Ja-Mehrheiten aus.

Schon bald werden die Luzernerinnen und Luzerner in der Abstimmung über den Stromrappen die Möglichkeit haben, den konkreten Weg hin zu einer stärker auf erneuerbare Energie und effizientere Nutzung von Energie ausgerichtete Politik zu gestalten. Ein grosses Potenzial ist vorhanden, um Ersatz für den heutigen Atomstrom zu schaffen: bei Einsparung durch Gebäudesanierung, durch Wärmegewinnung aus See- und Flusswasser, durch Nutzung von Sonnenenergie, Wärmerückgewinnung usw.

Um konkret diese Energiewende realisieren zu können, braucht es finanzielle Mittel. Mit dem Stromrappen kann die Förderung der erneuerbaren Energie konsequent umgesetzt werden. Und für die Stadt fallen weitere Vorteile ab: geförderte Projekte geben wirtschaftliche Impulse; und die nachhaltige Energiepolitik kann zum weiteren Markenzeichen einer innovativen, offenen und zukunftsgerichteten Stadt werden.