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Chance nicht verpasst sondern gewahrt - Wohnraum verhindert Bucherer nicht

Archiv: 6. November 2001

Nach den Plänen des Stadtrates soll das Areal zwischen Industrie- und Kellerstrasse, Geissensteinring und Fruttstrasse einer Arbeitszone zugeführt werden. Diese für Luzern neue Zone liesse zu 100% Büronutzung zu. Wohnraum ist zwar zulässig aber nicht verbindlich vorgesehen. Aus Renditegründen sind daher reine Bürobauten zu erwarten.

Mittels konstruktivem Referendum wollen GB und SP einen Gegenvorschlag zuhanden der Stimmberechtigten ermöglichen. Er schlägt für das Umzonungsareal die bewährte Wohn- und Geschäftszone mit der Überlagerung einer Wohnanteilzone 3 vor. Damit kann ein weiteres reines Büroghetto à la Rösslimatt verhindert werden. Ein Mindestwohnanteil ist nötig, damit ein durchmischtes und lebendiges Quartier mit Wohnungen, Büros, Praxen, Restaurants etc. entstehen wird.

Die Bau- und Zonenordnung erlaubt eine Wohnanteilübertragung auf benachbarte Grundstücke. Wenn also Sicherheitsbedürfnisse eines einzelnen Unternehmens ein reines Dienstleistungsgebäude wirklich nötig machen, kann dies auch mit der von den Fraktionen von GB und SP vorgeschlagenen Zone erfüllt werden. Die betroffenen Parzellen sind im Besitze der Stadt Luzern und damit ist eine solche Übertragung kein Problem. Ein reines Dienstleistungsgebäude für die Firma Bucherer ist also möglich, wenn auf dem übrigen Areal genügend Wohnungen erstellt werden.

Allerdings erscheint das Sicherheitsargument, welches gegen Wohnungsmieter ins Feld geführt wird, wenig stichhaltig. Im Konzept für den Buchererneubau an der Industriestrasse sind nämlich bereits Flächen für Bürofremdvermietungen eingeplant. Es scheint so, als ob mit solch vorgeschobenen Argumenten ganz einfach Druck für die stadträtliche Schnelllösung, welche einseitig wirtschaftliche Interessen verfolgt, gemacht werden soll. Damit würde allerdings für das Tribschenquartier und die gesamte Stadtentwicklung eine sehr wichtige Chance verpasst. Jetzt müssen die Weichen in Richtung einer qualitätsvollen Erweiterung der Luzerner Innenstadt gestellt werden, zum Nutzen für Luzern als Wirtschafts- UND Wohnstadt.